Sportfreunde blamieren sich

 Salchendorfs Christian Sting (links) stellte die Sportfreunde-Offensive um Yannick Geisler (Mitte) und Mirson Volina (Hintergrund) gestern in den Schatten. Foto: cst
  • Salchendorfs Christian Sting (links) stellte die Sportfreunde-Offensive um Yannick Geisler (Mitte) und Mirson Volina (Hintergrund) gestern in den Schatten. Foto: cst
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Für die Sportfreunde-Fans unter den etwa 350 Zuschauern auf dem Wüstefeld war es ein erschreckendes Spiel. Denn die Niederlage, die der heimische Fußball-Regionalligist Sportfreunde Siegen am Mittwochabend gegen den in der Bezirksliga, also vier Klassen tiefer beheimateten Gastgeber Germania Salchendorf erlitt, war nicht einmal unglücklich. Und das, obwohl der Favorit in der Vorbereitung bereits zwei Wochen weiter ist.

Beide Tore für Salchendorf erzielte Neuzugang Christian Sting, der dabei auch nicht weniger Platz hatte als im Liga-Alltag gegen Hickengrund oder Altenhof. In der 15. Minute hatte er nach einem Pass von Pawel Majewski freie Bahn, nachdem sich Siegen einen groben Fehler im Spielaufbau geleistet hatte. Wenige Minuten später bekam Sting den Ball von der Abwehr direkt in den Fuß gespielt, verfehlte aber um einen halben Meter. Nicht nehmen ließ er sich hingegen die Chance nach dem schönsten Spielzug der Partie. Nach einem Siegener Kopfball eröffnete Salchendorf schnell das Spiel, Thomas Klöckner bediente mit einem langen Diagonalball Manuel Schäfer, der direkt zum in der Mitte blanken Sting weitergab – 2:0 nach 49 Minuten.

Und die Sportfreunde? Die hatten zwar viel Ballbesitz, blieben aber harmlos. Zehn Tage vor dem Regionalliga-Auftakt gegen den VfL Bochum 2. agierten die Roten ohne Druck, ohne Ideen und ohne Aggressivität – und leisteten sich immer mal wieder leichte Fehler. Klar: Die Sportfreunde hatten intensive Einheiten in den Knochen und boten ohne Zouhair Bouadoud, Manuel Glowacz, Konstantin Möllering und Markus Hayer nicht ihre A-Offensive auf – doch auch von den Spielern dahinter muss mehr erwartet werden. Die kamen jedoch erst in der Schlussphase zu Chancen, von denen Burak Dincer aus dem Landesliga-Kader nach Flanke von Julian Quaas eine zum 1:2-Anschlusstreffer verwertete (79.).

Trainer Matthias Hagner, der schon die Kabinenansprache mit drei Minuten äußerst knapp hielt, zog nach dem Spiel umgehend und kommentarlos von dannen. Frohlocken konnte hingegen Germanen-Coach Rüdiger Frevel nach einer starken Leistung seiner Spieler: „Ich freue mich, zu sehen, dass die Jungs jetzt schon über 90 Minuten gehen können. Das ist natürlich ein gutes Feedback, wobei das heute auch ein dankbares Spiel war. Wir haben Gefreut hat mich auch, dass vorne jetzt nicht mehr alles nur auf Manuel Schäfer fixiert ist.“

Laurenz Wassinger war der herausragende Spieler beim souveränen 3:1-Erfolg des TuS Erndtebrück gegen die SG 06 Betzdorf. Im Duell zweier Oberligisten markierte der Neuzugang alle drei Tore für die Wittgensteiner. Zum ersten Mal ließ es der von der SSVg. Velbert in den Pulverwald gewechselte Offensivspieler bereits nach sechs Minuten im Kasten der Siegstädter klingeln. Wassingers zweiter Streich folgte in der 14. Minute, ehe er nur 120 Sekunden später seinen Hattrick perfekt machte und frühzeitig für klare Verhältnisse im Abendspiel des Germanen-Cups sorgte.

„Die Erndtebrücker haben losgelegt wie die Feuerwehr. Sie hatten das Spiel stets unter Kontrolle und haben vollauf verdient gewonnen“, brachte es der 1. Vorsitzende des ausrichtenden Fördervereins der Germania, Rainer Klein, auf den Punkt. Im zweiten Durchgang schaltete das Team von Trainer Florian Schnorrenberg dann einen Gang zurück, so dass Betzdorf etwas besser ins Spiel kam, doch mehr als der „Ehrentreffer“ von Butrint Jashari in der 73. Minute sprang bei den Offensivbemühungen der Schützlinge von Trainer Dirk Spornhauer nicht heraus.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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