Sportfreunde im Torrausch: SZ-Pokal bleibt in Siegen

So sehen Sieger aus: Die A-Jugend der Sportfr. Siegen gewann das Kreispokal-Endspiel gegen den SuS Niederschelden mit 7:0. Unser Bild zeigt das erfolgreiche Team mit (hinten v. l.) Trainer Dirk Schmidt, Patrick Flender, Sinan Öztürk, Jonathan Mukikanda, Mirkan Kasikci, Fabian Heupel, Sven Waldschmidt, Daniel Wadolowski, Arionet Aliu, Abbass Attiee, Tom Barth, Eugen Litter, Anil Berber, Tobias Dicke, Co-Trainer Dariusz Wadolowski, Jugendleiter Peter Walther sowie (vorne v. l.) Co-Trainer Kemal Keles, Timo Ginsberg, Lukas Kneisel, Torben Schmidt, Dustin Lohmann, Oliver Utsch, Jan-Philipp Gelber, Daniel Schupp, Ole Weyand und Jasmin Selimanjin.  Foto: rita
  • So sehen Sieger aus: Die A-Jugend der Sportfr. Siegen gewann das Kreispokal-Endspiel gegen den SuS Niederschelden mit 7:0. Unser Bild zeigt das erfolgreiche Team mit (hinten v. l.) Trainer Dirk Schmidt, Patrick Flender, Sinan Öztürk, Jonathan Mukikanda, Mirkan Kasikci, Fabian Heupel, Sven Waldschmidt, Daniel Wadolowski, Arionet Aliu, Abbass Attiee, Tom Barth, Eugen Litter, Anil Berber, Tobias Dicke, Co-Trainer Dariusz Wadolowski, Jugendleiter Peter Walther sowie (vorne v. l.) Co-Trainer Kemal Keles, Timo Ginsberg, Lukas Kneisel, Torben Schmidt, Dustin Lohmann, Oliver Utsch, Jan-Philipp Gelber, Daniel Schupp, Ole Weyand und Jasmin Selimanjin. Foto: rita
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ubau Trupbach. Torhunger gestillt, Titel verteidigt, SZ-Wanderpokal endgültig errungen: Für die A-Jugend-Fußballer der Sportfr. Siegen hätte der Samstagabend aus sportlicher Sicht nicht besser verlaufen können. Im Kreispokal-Endspiel des Fußballkreises Siegen-Wittgenstein auf neutralem Platz in Trupbach gab sich der favorisierte Westfalenligist keine Blöße und feierte einen am Ende klaren 7:0 (1:0)-Triumph über den Bezirksliga-Vertreter SuS Niederschelden, der sich zumindest eine Halbzeit lang sehr achtbar aus der Affäre zog, dann aber dem Offensiv-Wirbel der Sportfreunde nur noch wenig entgegen zu setzen hatte.

Durch diesen Erfolg ging der von der Siegener Zeitung gestiftete Wanderpokal endgültig in den Besitz der Sportfreunde über, da sie zum dritten Mal hintereinander das Kreispokal-Finale zu ihren Gunsten entschieden hatten. „Ich denke, wir haben auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Wir haben das Spiel jederzeit bestimmt und nur wenige Chancen des Gegners zugelassen“, freute sich Siegens Coach Dirk Schmidt über den neuerlichen Cup-Coup, den seine Spieler hernach im Mittelkreis gebührend feierten.

Nur wenige Meter entfernt kauerten die SuS-Akteure enttäuscht am Boden, frustriert darüber, dass die Niederlage am Ende noch so deftig ausgefallen war. Niederscheldens Trainer Sascha Lichtenthäler versuchte, seine Mannen aufzumuntern, die Unzufriedenheit über die letzten 35 Minuten, in den sein Team noch sechs Gegentreffer kassierte, war aber auch ihm deutlich anzumerken. „Zum Schluss haben wir uns aufgegeben. Ab der 55. Minute haben wir aufgehört, Fußball zu spielen. Mich ärgert, dass wir uns hier unter Wert verkauft haben, denn die Mannschaft ist zu mehr in der Lage. Sie hat in den letzten Wochen eine positive Entwicklung genommen. Vielleicht hatten wir Angst vor der eigenen Courage“, mutmaßte Lichtenthäler, der den Sportfreunde-Sieg „auch in dieser Höhe“ sportlich fair anerkannte.

Dabei sah es eine Halbzeit lang ganz und gar nicht nach einem Kantersieg der zwei Klassen höher spielenden Sportfreunde aus. Vor rund 350 Zuschauern auf der Bezirkssportanlage West in Trupbach legten die Siegener zwar los wie die viel zitierte Feuerwehr und hatten in der Anfangsphase gleich drei gute Chancen, unter anderem einen Lattenschuss von Jasmin Selimanjin (2.), doch danach schafften es die Niederscheldener, ihre Defensive zu stabilisieren und nur noch wenige brenzlige Gelegenheiten der Siegener zuzulassen. In der Offensive fehlte dem SuS-Nachwuchs freilich das Durchsetzungsvermögen. Aber immerhin hielt der Außenseiter das Spiel offen. Bis zur 44. Minute. Da zog „Jasko“ Selimanjin aus 20 Metern ab, SuS-Torwart Tin Böcher parierte noch, doch den Abpraller schob der quirlige Timo Ginsberg zum 1:0 in Netz.

„In der ersten Halbzeit haben wir gut dagegen gehalten und den Gegner bis auf wenige Aktionen im Griff gehabt“, konstatierte SuS-Trainer Lichtenthäler, dessen Schützlinge mit neuem Mut aus der Kabine kamen. Aber das 0:2 in der 57. Minute durch Eugen Litter, der einen geschickten Lupfer des agilen Fabian Heupel über die Torlinie drückte, ließ die SuS-Träume von einer Pokal-Überraschung zerplatzen wie eine Seifenblase. Die Moral war am Boden, der Widerstand gebrochen – die Freiräume, die sich fortan boten, nutzten die Siegener gnadenlos aus. Vor allem ein Spieler war nicht mehr zu bremsen: „Jasko“ Selimanjin. Auf sein Konto gingen die Sportfreunde-Treffer drei bis sechs (68./71./81./87.). Den Schlusspunkt setzte dann Kapitän Jan-Philipp Gelber mit einem verwandelten Foulelfmeter (90.).„Schade, dass wir uns hier unter Wert verkauft haben. Für uns heißt es nun: Mund abputzen und weitermachen“, sagte SuS-Jugendleiter Germann Lück mit Blick auf die laufende Saison in der Bezirksliga, in der die Niederscheldener den 2. Platz belegen.Sportfr. Siegens Coach Dirk Schmidt fand lobende Worte für das Verlierer-Team: „Niederschelden hat uns das Leben lange Zeit nicht leicht gemacht. Wir haben uns nach einer hervorragenden Anfangsphase schwer getan gegen die massierte Abwehr, doch am Ende haben wir uns verdientermaßen deutlich durchgesetzt‘‘, analysierte Schmidt, der kurz vor dem Abpfiff von Schiedsrichter Florian Schreiber hinter die Bande „verbannt“ wurde, nachdem er das rüde Einsteigen eines SuS-Akteurs an der Mittellinie lautstark moniert hatte. Doch Schmidts Ärger war schnell verraucht, die Freude über den souveränen Pokal-Triumph ließ ihn alsbald mit dem gleißenden Flutlicht um die Wette strahlen . . .

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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