Sportfreunde Siegen mit 1:0-Sieg auf Platz 3

geo Die 1500 Zuschauer im Siegener Leimbach-Stadion wussten nach dem Abpfiff der gestrigen 90 Minuten nicht so recht, ob sie sich wegen einer zweistelligen Anzahl vergebener, hundertprozentiger Chancen ärgern, oder ob sie angesichts des dritten Heimsiegs im dritten Heimspiel der noch jungen Saison einfach zufrieden den Heimweg antreten sollten. Spätestens aber dann ,als ihnen der aktuelle Tabellenstand der NRW-Liga gegenwärtig wurde, durfte der Zorn über die ?unvollendete (Fußball-)Sinfonie? endgültig verraucht sein. Denn mit diesem Erfolg haben sich ?Rudys Raubritter? den 3. Platz in der Liga erobert. Wer jemals ?Siegener? war, denkt da sogleich ein wenig weiter ...

"Chancen für drei Spiele"

Doch gemach, der flotte Fußball-Kick, den die Sportfreunde-Spieler da gestern auf den Rasen zauberten, war eines. Die klägliche Ausbeute ein anderes. Verteidiger Jörn Nowak rechnete ?Chancen für drei Spiele vor?, und sein Mitstreiter Volkan Okumak suchte nach den Gründen für das finale Versagen: ?Wenn man so einen Spurt hinlegt, dann fehlen einem am Ende oft Kraft und Konzentration.? Herr Rudy, bitte notieren!

Denn gerade am Beispiel des Linksaußen ließ sich das gestrige Manko verdeutlichen. Lange hat man in Siegen keinen Stürmer mehr gesehen, der so elegant und leichtfüßig, nahezu schwebend, die gegnerischen Abwehrreihen zu Slalomstangen degradiert. Und was kommt am Ende dabei heraus? Nichts.

Huke schießt das 1:0-Siegtor

So musste ausgerechnet der personifizierte Chancentod die drei Punkte sichern. Und nicht nur ihm selbst, auch den Zuschauern der Sportfreunde fiel ein Stein vom Herzen, als Sebastian Huke in der 14. Minute nach erstmaligem Scheitern im Nachsetzen den Ball zum wichtigen 1:0 über die Linie drückte. Denn spätestens seit gestern hat besagter Huke die ?Tür? gefunden, um die Herzen der Fans zu erobern. Er bewältigte ein riesiges Laufpensum und stand darin seinem fleißigen Sturmpartner Emrah Uzun in nichts nach. Und weil die unerfahrenen Gäste den Siegenern ?im Zentrum zu viel Platz ließen? (Jörn Nowak), eröffnete sich denen das ganz große Füllhorn an Torchancen. Ein 7:1 wäre wohl das ?normale? Ergebnis gewesen!

Doch zurück zu Huke, der genau wie Johannes Burk und Christian Schönwälder überraschend in der Startelf stand. Leidtragende waren zwei Altgediente in der Abwehrkette: Daniel Bogusz und Serkan Dalman (ersetzt von Matthew Dallman) schauten nur zu. Für Schönwälder ein ?sehr gutes Gefühl?: ?Ich werde weiter hart trainieren, um einen Stammplatz zu erhalten.? Erfahren hatten es die Spieler übrigens erst eine Stunde vor Anpfiff. Vorteilhaft daran war, dass über die Außenverteidiger in einem insgesamt sehr temporeichen Spiel so viel Druck aufgebaut wurde.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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