»Sportfreunde« wollen Nemeth holen

Slowakischer Nationalspieler als neue Führungsfigur / Feichtenbeiner vor Unterschrift

geo Siegen. Während sich an der Lizenzfront gestern keine Neuigkeiten für die Siegener »Sportfreunde« ergaben (siehe Kasten), wurde hinter den Kulissen weiter kräftig am Team für die Saison 2003/04 gestrickt. Um eine schlagkräftige Truppe einschließlich Trainer auf die Beine zu stellen, bedarf es bei den »Sportfreunden« mehr denn je der engen Kontakte zu den treuen Sponsoren. Auf diesem Feld ist in den letzten Tagen und Wochen unermüdlich der 1. Vorsitzende Rolf Steinemann tätig, der geduldig Rede und Antwort steht und die nötige Überzeugungsarbeit im Detail leistet.

Dabei scheint der Vereinsboss auf wache Ohren zu stoßen. Nach dem bereits die Krombacher Brauerei als Hauptsponsor vor dem Pfingstwochenende signalisiert hatte, den Vertrag mit Sportfr. Siegen auch im Falle des Abstiegs in die Oberliga fort zu führen, wollen nun auch andere treue Partner des Vereins dem »Patienten« Sportfr. Siegen die nötigen »Arzneimittel« zur raschen Gesundung spendieren.

Auf dem Wege zu einer schlagkräftigen Truppe zeichnen sich erste Konturen ab. So verdichten sich die Anzeichen immer mehr, dass der 42-jährige Michael Feichtenbeiner neuer Trainer wird. Der Stuttgarter bestätigte gestern im Gespräch mit der SZ, ein längeres Gespräch mit dem Sportlichen Leiter der »Sportfreunde«, Rolf Bleck, geführt zu haben. Feichtenbeiner: »Ich hatte eine sehr gutes Gespräch mit Herrn Bleck, in dem ich ihm meine Vorstellungen erläutert habe. Wie der Verein Sportfr. Siegen auf dieses Gespräch reagiert, warten wir jetzt einmal ab.« Möglicher Weise soll Feichtenbeiner schon heute den Zuschlag erhalten. Da im Vorstand derzeit aber nicht alle Entscheidungsträger präsent sind, wird sich die Bekanntgabe der Entscheidung wohl auf Montag verzögern.

Unter dessen zeichnet sich ab, wer als »verlängerter Arm« des Trainers künftig auf dem Spielfeld Regie führen soll. Ganz oben auf der Wunschliste der »Sportfreunde« steht nämlich der slowakische Nationalspieler Peter Nemeth, über dessen Interesse am Siegerland die SZ bereits im Frühjahr berichtet hatte. Der 30-jährige Ostrauer spielte in der Saison 2001/02 für den damaligen Zweitligisten Eintracht Frankfurt (13 Spiele) und wechselte in der letzten Saison wieder zurück zum tschechischen Erstligisten Banik Ostrau. Im Lauf der letzten Saison spielte Nemeth, der sich im Siegerland eine berufliche Karriere aufbauen möchte, für den tschechischen Erstligisten Trencin und trug mit dazu bei, den Abstieg des Clubs aus der 1. Liga zu verhindern. In der slowakischen Nationalmannschaft kam Nemeth u.a. ausgerechnet im Match gegen Deutschland am 29. Mai 2001 zum Einsatz (Deutschland gewann 2:0 durch Tore von Asamoah und Baumann).

Michael Feichtenbeiner wollte sich zu Nemeth konkret noch nicht äußern, gab aber zu bedenken, dass es immer wünschenswert sei, ein oder zwei Führungsspieler auf dem Platz zu haben, die auch dann Verantwortung übernähmen, wenn es einmal schlecht laufe. Teamhierarchie und Teamgeist scheinen bei Feichtenbeiner ganz oben zu stehen. So stärkte er die »inneren Werte« seiner damaligen Darmstädter Spieler einmal durch eine ungewöhnliche »Trainingsmaßnahme«: bei einem dreitägigen Survival-Training bestieg er zusammen mit zwei Bergführern mit den Spielern (auf Skiern) einen Berg an der deutsch-österreichischen Grenze. Bei minus 10 Grad wurden sodann Iglus gebaut, Selbstverpflegung statt Hotelküche war angesagt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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