Sprengung ohne Probleme

 Dies war die Perspektive für die zahlreichen Zuschauer am Gersbachweg.

vö - Dieses Arfelder Gemeinschaftsprojekt fesselt – und wenn es nur zehn Sekunden sind. So wie bei der akribisch vorbereiteten Sprengung des rund 40 Meter hohen Schornsteins der früheren Schuhleistenfabrik Hartmann am vergangenen Samstag. Mehrere hundert Zuschauer – allein gut 250 waren es im Zuschauerbereich am Gersbachweg – ließen sich den Nervenkitzel trotz nur einstelliger Temperaturwerte nicht entgehen. Der ortsbildprägende Turm an der Stedenhofstraße ist seit Samstag ebenso Geschichte wie der traditionsreiche Industriebetrieb, der bereits vor Jahren aufgeben musste. Der Weg ist damit fast frei für den Neubau des Ederzentrums „Via Adrina“.

„Die Sprengung in Arfeld ist perfekt verlaufen – manchem der Besucher fast zu unspektakulär. Alle Projektverantwortlichen sind hochzufrieden mit dem Verlauf der Sprengung. Der Schornstein fiel zentimetergenau in den geplanten Fallbereich.“, so lautete das Fazit von Ortsvorsteher Kai-Uwe Jochims. Um 13.28 Uhr gab das erste lautstarke Signal bekannt, dass sich niemand mehr im Sperrbereich befindet, um exakt 13.31 Uhr wurde dann gezündet, nachdem das doppelte zweite Sprengsignal die unmittelbar bevorstehende Sprengung angekündigt hatte. Um 13.34 Uhr gab das dreifache Signal den Bereich wieder frei, nachdem die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr gemeldet hatten, dass keine Steine irgendwo herumlagen. „Das war aufgrund der Präzision und der guten Vorbereitung der Sprengung eine sehr einfache und schnell erledigte Aufgabe“, freute sich der Ortsvorsteher.

Was danach passierte, lag auf der Hand: Vor allem die jüngeren Schaulustigen „stürmten“ das Areal und verließen das Gelände erst wieder mit einem Andenken an den in viele tausend Teile zerbrochenen Schornstein. Die Dorfgemeinschaft Arfeld, die diese Sprengung als Eigenleistung am Regionale-Projekt „Via Adrina“ durchgeführt hat, dankte noch am Samstag allen Beteiligen: Karl-Heinz Böcking, für den dies die letzte Sprengung seiner fast 45-jährigen selbstständigen Tätigkeit als Sprengberechtigter war. Und wie alle seine unzähligen Sprengungen – er selbst kann nicht sagen, wie viele es genau waren – ging auch diese ohne Zwischenfall über die Bühne. Wolfgang Belz als Sprengberechtigter, der als Arfelder die Sprengung mit Karl-Heinz Böcking vorbereitet und durchgeführt hat. Hermann und Daniel Böhl vom Steinwerk Raumland, die den Sprengstoff zur Verfügung gestellt und auch bei den Vorbereitungen unterstützt haben.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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