Krankenhaus-Betrug
Spur führt in die Region

Mehrere Krankenhäuser meldeten Ende des vergangenen Jahres weniger Intensivbetten als eigentlich vorhanden, um mehr Unterstützungsgelder vom Staat zu erhalten. Dabei habe man Auffälligkeiten im Meldeverhalten eines Krankenhauses in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe entdeckt.
  • Mehrere Krankenhäuser meldeten Ende des vergangenen Jahres weniger Intensivbetten als eigentlich vorhanden, um mehr Unterstützungsgelder vom Staat zu erhalten. Dabei habe man Auffälligkeiten im Meldeverhalten eines Krankenhauses in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe entdeckt.
  • Foto: damo
  • hochgeladen von Marc Thomas

juka Siegen/Olpe. Der Verdacht wiegt schwer. Meldeten Krankenhäuser Ende des vergangenen Jahres weniger Intensivbetten als eigentlich vorhanden, um mehr Unterstützungsgelder vom Staat zu erhalten? Man gehe jedem Hinweis auf eventuelle Fehlmeldungen von Krankenhäusern im Zusammenhang mit den Ausgleichszahlungen für Intensivkapazitäten nach, betont das Gesundheitsministerium. Dabei habe man Auffälligkeiten im Meldeverhalten eines Krankenhauses in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe entdeckt, bestätigt das Ministerium auf SZ-Anfrage. Näher eingrenzen oder den genauen Verdachtsfall nennen wollte man hingegen nicht. Insgesamt seien NRW-weit bei rund 70 Krankenhäuser solche Auffälligkeiten aufgetreten.

Mit der genaueren Prüfung hat das Gesundheitsministerium die jeweiligen Bezirksregierungen beauftragt. „Nach dem aktuellen Stand der Auswertung konnte bisher kein systematisches Fehlverhalten von Krankenhäusern festgestellt werden“, stellt das Ministerium klar. Auch in Siegen-Wittgenstein und Olpe nicht.

Ausgleichszahlungen nicht nur an Auslastung gebunden

Trotz des möglichen Betrugs betont ein Sprecher aus Düsseldorf die Notwendigkeit der Zahlungen. „In vielen Fällen konnte nur dadurch das wirtschaftliche Überleben von Krankenhäusern gewährleistet werden“, heißt es. Zudem seien die Ausgleichszahlungen nicht nur an die Auslastung gebunden, sondern auch an andere Parameter, wie die Inzidenz und die Einstufung des Krankenhauses in Bezug auf seinen Beitrag zur Notfallversorgung. Zudem sei nie die Auslastung eines einzelnen Krankenhauses ausschlaggebend gewesen, sondern der Durchschnitt im Kreis. „Sinn dieser Regelungen war es, eine zielgerichtete Verteilung der Ausgleichszahlungen an die Krankenhäuser in Abhängigkeit vom tatsächlichen Versorgungsbeitrag zu erreichen.“ Doch das scheinen Häuser vereinzelt ausgenutzt zu haben. Möglicherweise auch in der Region,

Autor:

Julian Kaiser (Volontär) aus Siegen

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