SpVg Olpe geht die Puste aus!

 Volle Hütte! Bereits während der Vorrunde – in dieser Spielszene klärt Lennestadts Keeper Steffen Dicke gemeinsam mit Steffen Hebbeker vor Gerlingens Dennis Zeppenfeld (in weiß) – platzte die Kirchhundemer Hauptschulturnhalle aus allen Nähten. Foto: sta
  • Volle Hütte! Bereits während der Vorrunde – in dieser Spielszene klärt Lennestadts Keeper Steffen Dicke gemeinsam mit Steffen Hebbeker vor Gerlingens Dennis Zeppenfeld (in weiß) – platzte die Kirchhundemer Hauptschulturnhalle aus allen Nähten. Foto: sta
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sta - Packende Zweikämpfe, unzählige Torraumszenen, Jubeltrauben auf dem Parkett sowie 450 enthusiastisch mitgehende Anhänger auf der Tribüne – das Kreishallenmasters des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Olpe hat auch nach 26 Jahren kein Stück seiner Attraktivität verloren und fand mit der SG Finnentrop/Bamenohl am späten Sonntag Abend einen verdienten Sieger.

Der Landesliga-Fünfte hatte im Endspiel über 2 x 10 Minuten gegen Ligakonkurrent Spielvereinigung Olpe den längeren Atem und gewann durch Treffer von Christian Günther (2), Phillip Hennes (2), Mike Schrage (2) und Christopher Selbach, während für die Griffel-Elf Jannik Buchen (2) – der sich mit Tim Schrage vom SV Attendorn die Torjägerkanone mit sieben Einschüssen teilte – Christian Griffel und Julian Scheppe einschossen. Dabei war die Finalpartie bis zum 4:4 ausgeglichen, dann allerdings machte sich bei den Olpern die ungemein anstrengende Halbfinale-Begegnung gegen den SV Attendorn (5:3) bemerkbar. „Am Ende hat uns die Konzentration gefehlt“, konstatierte Ottmar Griffel, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden war und auch sonst nur lobende Worte fand. „Die Stimmung in der Halle war super“, was auch Finalkontrahent Matthias Kremer bestätigte und anfügte: „Für mich ist es schon richtig schön, zum Abschluss (Kremer hört im Sommer auf, Anm. der. Red.) dieses Turnier mit meinen Jungs zu gewinnen.“

Im Halbfinale hatten sich die Finnentrop/Bamenohler gegen Bezirksligist FC Kirchhundem mit 3:1 durchgesetzt. Immerhin gewannen die Gastgeber anschließend das Neunmeterschießen um Platz 3 und heimsten noch 375 Euro ein, während die unterlegenen Attendorner mit einem „Schmerzensgeld“ von 250 Euro leben mussten. Mit deutlich mehr Prämie im Gepäck, satten 750 Euro, verließen die Sieger aus dem nördlichsten Zipfel des Kreises die Hauptschulturnhalle in Kirchhundem und feierten ihren Triumph im Anschluss im Vereinslokal, während die Spielvereinigung als „Vize“ immerhin noch 500 Euro in der Mannschaftskasse verbuchen konnte.

Durch die Vorrunde waren die Olper verlustpunktfrei marschiert und hatten in der „Hammergruppe“ mit den Ligakonkurrenten FC Lennestadt und dem späteren Sieger die dicken „Klöpse“ souverän aus dem Weg geräumt, während sich die SG Finnentrop/Bamenohl nur aufgrund des besseren Torverhältnisses für das Halbfinale qualifizierte: „Wir haben uns reingebissen und uns kontinuierlich gesteigert“, fasste Kremer freudig zusammen. Bezirksligist FSV Gerlingen erwies sich als nicht mehr als ein Sparringspartner und musste punktelos und mit 15 Gegentoren frühzeitig die Heimreise antreten.

Das selbe Schicksal traf auch den SV Maumke, der als B-Kreisligist allerdings auch von der Papierform her gegenüber den drei anderen Bezirksligisten schon einen schweren Stand hatte. Während der FC Kirchhundem mit drei Siegen aus drei Spielen mit einer weißen Weste die Vorrundengruppe A durchlief, half dem SV Attendorn der knappe 5:4-Sieg über den SC Drolshagen, um als Zweiter ins Halbfinale einzuziehen. Der Bezirksliga-Tabellenführer hatte schon früh mit drei Toren die Weichen auf Sieg gestellt, lag aber plötzlich mit 3:4 im Hintertreffen, was die Drolshagener Anhänger auf den Sitzschalen mit Bierlätzchen auf dem Spielfeld zu feiern wussten. Das Match musste mehrmals unterbrochen werden, am Ende feierten dann aber doch noch die Attendorner, die fünf Sekunden vor der Schlusssirene den Siegtreffer erzielten, der in der Endabrechnung entscheidenden Charakter haben sollte. Eine wahnsinnig spannende Begegnung, die auf ein emotionales, aber von friedlicher Rivalität geprägtes Turnier, das i-Tüpfelchen setzte.

„Wir haben sehr faire Spiele gesehen“, attestierte der Kreisvorsitzende Joachim Schlüter den Mannschaften ein gutes Miteinander und erinnerte sich dabei gewiss auch an das Vorjahr, als manch Grätsche doch des Guten zuviel war. Schlüter krönte abschließend die neuen Hallenkönige der SG Finnentrop/Bamenohl, die sicherlich einen Teil des Preisgeldes noch am Abend in den Gerstensaft des Turniersponsors reinvestierten.

Vorrunde: Gruppe A:SC Drolshagen - SV Maumke 3:1, FC Kirchhundem - SV Attendorn 2:1, SV Attendorn - SC Drolshagen 5:4, FC Kirchhundem - SV Maumke 4:1, SC Drolshagen - FC Kirchhundem 2:3, SV Maumke - SV Attendorn 1:9. Tabelle: 1. FC Kirchhundem 9 Punkte/9:4 Tore, 2. SV Attendorn 6/15:7, 3. SC Drolshagen 3/9:9, 4. SV Maumke 0/3:16  tGruppe B: SG Finnentrop/Bamenohl - SpVg Olpe 1:4, FC Lennestadt - FSV Gerlingen 4:3, FSV Gerlingen - SG Finnentrop/Bamenohl 0:8, FC Lennestadt - SpVg Olpe 1:3, SG Finnentrop/Bamenohl - FC Lennestadt 3:3, SpVg Olpe - FSV Gerlingen 3:2. Tabelle: 1. SpVg Olpe 9/10:4, 2. SG Finnentrop/Bamenohl 4/12:7, 3. FC Lennestadt 4/8:9, 4. FSV Gerlingen 0/5:15.

Halbfinale:FC Kirchhundem - SG Finnentrop/Bamenohl 1:3, SpVg Olpe - SV Attendorn 5:3.

Neunmeterschießen um Platz 3:FC Kircchundem - SV Attendorn 4:3.

Finale: SG Finnentrop/Bamenohl - SpVg Olpe 7:4.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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