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Erlebnisfeld „Schön und gut“
Stadt Siegen möchte Bauruine vermeiden

Die Bodenplatte ist fertig – jetzt gilt es, eine Bauruine zu vermeiden. Der Bau der zweiten Werkstatt auf dem Erfahrungsfeld „Schön und Gut“ wird deutlich teurer als gedacht. Grund dafür sind die Preissteigerungen im Baugewerbe.
  • Die Bodenplatte ist fertig – jetzt gilt es, eine Bauruine zu vermeiden. Der Bau der zweiten Werkstatt auf dem Erfahrungsfeld „Schön und Gut“ wird deutlich teurer als gedacht. Grund dafür sind die Preissteigerungen im Baugewerbe.
  • Foto: Jan Schäfer
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

js/sz Siegen. Die Bauarbeiten für ein weiteres Werkstattgebäude auf dem Fischbacherberg ruhen. Auf dem Erfahrungsfeld „Schön und Gut“ (früher militärischer Schießübungsplatz – heute Förderprojekt in Kooperation mit der Hoppmann-Stiftung „Demokratie im Alltag“) soll ein weiteres Gebäude für die Arbeit mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen errichtet werden. Notwendige Abrissarbeiten und eine Baugrunduntersuchung wurden ab 2017 durchgeführt, auch eine Bodenplatte ist bereits gegossen und wartet darauf, ein Gebäude tragen zu können. Nun aber, kurz vor Ausschreibung der weiteren Gewerke, wird es knapp mit der Finanzierung. Die Stadt muss zusätzliche Haushaltsmittel bereitstellen.
800.000 Euro waren veranschlagt, die nunmehr befürchteten Zusatzkosten könnten bis zu 400.

js/sz Siegen. Die Bauarbeiten für ein weiteres Werkstattgebäude auf dem Fischbacherberg ruhen. Auf dem Erfahrungsfeld „Schön und Gut“ (früher militärischer Schießübungsplatz – heute Förderprojekt in Kooperation mit der Hoppmann-Stiftung „Demokratie im Alltag“) soll ein weiteres Gebäude für die Arbeit mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen errichtet werden. Notwendige Abrissarbeiten und eine Baugrunduntersuchung wurden ab 2017 durchgeführt, auch eine Bodenplatte ist bereits gegossen und wartet darauf, ein Gebäude tragen zu können. Nun aber, kurz vor Ausschreibung der weiteren Gewerke, wird es knapp mit der Finanzierung. Die Stadt muss zusätzliche Haushaltsmittel bereitstellen.
800.000 Euro waren veranschlagt, die nunmehr befürchteten Zusatzkosten könnten bis zu 400.000 Euro ausmachen. Grund dafür sind erhebliche Preissteigerungen im Baugewerbe, die wiederum auf Materialkosten und eine gute Auftragslage zurückzuführen sind.

Eine weitere Verlängerung über das Fertigstellungsdatum hinaus nicht möglich

Um das Projekt voranbringen zu können und den Geldbedarf nicht allzu sehr ausufern zu lassen, sollen beim Ausschreiben die Leistungsverzeichnisse begrenzt werden. Ein Viertel der Zusatzkosten könnten durch eine etwas bescheidenere Ausführung eingespart werden. Die Finanzierung des Förderprojekts, das seit einem guten Jahrzehnt Schritt für Schritt aufgebaut wird, ist so berechnet: 70 Prozent kommen aus Städtebaufördertöpfen, 20 Prozent zahlt die Hoppmann-Stiftung, die restlichen 10 Prozent sind kommunaler Eigenanteil.

Auch bei den Zusatzkosten wird geteilt: Die Stiftung hat zugesagt, maximal 160.000 weitere Euro beizusteuern. Sie hatte bereits die Abrisskosten von 40.000 Euro allein getragen. Die Stadt müsste 140.000 oder im schlechtesten Fall 240.000 Euro zusätzlich zahlen.

Darüber hinaus muss der Fördergeber noch einer Fristverlängerung zustimmen. Eigentlich hätte das Gebäude bis Ende dieses Jahres fertiggestellt sein müssen. Die Stadt Siegen hat mündlich bereits eine „zuversichtliche Rückmeldung“ erhalten. Aber: „Eine weitere Verlängerung über das Fertigstellungsdatum Ende 2022 hinaus ist nicht möglich, obwohl die prekäre Situation kommuniziert und um eine Ausdehnung der Frist gebeten wurde“, teilt die Verwaltung mit.

Rat der Stadt Siegen muss nachträglich zustimmen

Um das soziale, integrative und inklusive Quartiersprojekt umsetzen zu können, müsse neben der Fristverlängerung auch eine Deckung für Zusatzkosten gesichert sein. „Es kann nicht im Sinn der Stadt als Grundstückseigentümerin sein, ein im Bau befindliches Projekt nicht weiterzuführen und eine Bauruine in Kauf zu nehmen.“ Die Impulse, die von dem Projekt auf den Fischbacherberg und weit darüber hinaus ausstrahlten, „sprechen dafür, das finanzielle Engagement der Stadt bedarfsgerecht anzupassen“.

Der Rat muss in der kommenden Woche nur noch nachträglich zustimmen. Die Verwaltung hat die Weichen bereits über einen Dringlichkeitsbeschluss gestellt. Die außerplanmäßigen Mittel werden aus dem Topf genommen, der eigentlich für den Ausbau des Kreisverkehrs Schleifmühlchen vorgesehen war. Für dieses Projekt erfolge in diesem Jahr keine Ausschreibung mehr, heißt es aus dem Rathaus. Der Finanzbedarf für den Werkstattbau auf dem Erfahrungsfeld „Schön und Gut“ liegt bei 1,1 bis 1,2 Millionen Euro.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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