50.000 Euro stehen bereit
Stadt Siegen möchte ihre Zentren beleben

Auch etablierte Veranstaltungen wie Konzerte können vom neu aufgelegten Fördertopf der Stadt Siegen profitieren.
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  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

js Siegen. Noch ist die Corona-Pandemie in vollem Gange, noch sind die Lockerungen der Auflagen eher zaghaft als befreiend. An einen unbeschwerten Bummel durch eine geschäftige Innenstadt ist dieser Tage noch nicht zu denken. Irgendwann aber soll wieder weitaus mehr als heute möglich sein, dann soll auch das Oberzentrum Siegen wieder pulsieren. Genau für diese Lockerungsphase möchte die Stadtverwaltung nun eine Starthilfe geben – mit einem Zentrenbudget zur Wirtschaftsförderung.
Die Stadt Siegen füllt dafür in diesem Jahr einen Fördertopf mit 50.000 Euro. Aus diesem sollen Zuschüsse von bis zu 2500 Euro gewährt werden an Händler, Wirte und Akteure vor Ort, die mit interessanten Projekten die City und die Stadtteilzentren der Stadt attraktiver machen und beleben wollen.

Corona trifft Handel und Gastronomie mit voller Härte

Die Pandemie habe einen Großteil der ansässigen Branchen sehr hart getroffen, heißt es aus dem Rathaus. Die Umsatzeinbrüche seien deutlich spürbar, könnten aber nicht durch die vielen beispielhaften, kreativen Alternativideen des Handels und der Gastronomie während der Schließungsphase kompensiert werden. „Die Unternehmen kämpfen ums Überleben.“ Staatliche Hilfen allein reichten nicht aus. „Die anhaltenden Veränderungsprozesse im Handel und in der Gesellschaft werden in den Innenstädten sukzessive immer sichtbarer. Erste Geschäftsschließungen und Filialnetzbereinigungen sind bereits auch in der 1A-Lage sichtbar.“ Niemand wisse, wie sich die Pandemie entwickeln werde und was von ihr übrig bleibe. „Das Ausmaß der Auswirkungen wird erst nach und nach deutlich werden.“

Zusätzliche Aktivitäten für die Zentren in Siegen

Hier soll das Zentrenbudget ansetzen. Es soll „kurzfristig die aktiven Gewerbetreibenden, Eigentümer und Werbegemeinschaften zur Durchführung von zentrenstärkenden Maßnahmen ermutigen und die Umsetzung im Jahr 2021 finanziell unterstützen“. Gefördert werden sollen kreative neue Ideen mit Initialfunktion und/oder Vorbildcharakter. „Vorranging sollen Maßnahmen bezuschusst werden, um zusätzliche Aktivitäten in den Zentren zu realisieren. Über das Budget soll es grundsätzlich auch möglich sein für etablierte Veranstaltungen, die zur Stärkung und Sicherung der Geschäftszentren beitragen, Zuschüsse im Jahr 2021 zu erhalten. Hierzu zählen z. B. Straßenfeste, Kinderaktionen und Musikveranstaltungen.“ Gefördert werden zeitlich und inhaltlich klar definierte Vorhaben und Veranstaltungen, die der Attraktivierung des jeweiligen Zentrums dienen, sowohl einzelne Events als auch Mitmachaktionen, Ausstellungen oder Gestaltungsmaßnahmen im öffentlichen Raum.

Konzepte sollen von den Akteuren selbst kommen

„Wir setzen darauf, dass die Akteure vor Ort sich mit Ideen einbringen“, erläuterte Bürgermeister Steffen Mues jetzt im Wirtschaftsförderungsausschuss, der das Budget einstimmig befürwortete. „Die Konzepte sollen möglichst vom Einzelhandel selbst kommen – wir möchten sie ihm als Stadt nicht überstülpen.“ Der Verwaltungschef geht davon aus, dass auch in diesem Sommer – dem zweiten im Schatten von Corona – vieles noch nicht möglich sein werde. „Es wird nicht einfach sein, mit Veranstaltungen wieder Leben in die Stadt zu bekommen.“ Daher hoffe die Stadt auf die Kreativität derjenigen, die Zuschüsse aus dem Zentrenbudget gebrauchen können.
Regeln gibt es natürlich auch: 2500 Euro ist die Grenze für jeden Antrag, der Antragsteller trägt mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten. „Die Zuwendung erfolgt vorrangig an juristische Personen. In Ausnahmefällen sind Gemeinschaftsanträge in einem Verbund von mindestens drei Akteuren möglich.“ Der Antrag auf einen Zuschuss aus dem Zentrenbudget muss drei Wochen vor Projektbeginn schriftlich mit einem Antragsformular, einer aussagefähigen Projektbeschreibung und einer Kostenkalkulation eingereicht werden. Das Vorhaben ist innerhalb von sechs Monaten nach der Bewilligung durchzuführen. Mit dem Vorhaben darf vor der Bewilligung nicht begonnen werden. Die Antragsfrist endet am 15. November.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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