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Wirtschaftlich müssen sie sein
Stadt Siegen sucht Flächen für Photovoltaik

Photovoltaik-Freiflächenanlagen könnten demnächst auch im Siegener Stadtgebiet Strom erzeugen. Die Verwaltung sucht geeignete Flächen.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

js Siegen. Photovoltaikanlagen brauchen kein „Zuhause“ – nicht nur auf und an Gebäuden können sie die Energie des Sonnenlichts ernten, auch freistehend können sie zur Stromversorgung beitragen. Das könnte bald auch im Siegener Stadtgebiet der Fall sein, die Verwaltung hat sich auf die Suche nach geeigneten Arealen begeben. Auf Antrag von CDU und Grünen hatte die Politik den Auftrag dazu erteilt.
Anders als bei Windrädern und Biomasseanlagen müssen für Photovoltaikanlagen auf Freiflächen Bebauungspläne aufgestellt werden – der Gesetzgeber lässt sie nur „ausnahmsweise“ zu.
Vorgaben des EEGDie Stadt Siegen hat die Suche eingegrenzt und stützt sich dabei auf eine Studie des Landesamts für Umweltschutz.

js Siegen. Photovoltaikanlagen brauchen kein „Zuhause“ – nicht nur auf und an Gebäuden können sie die Energie des Sonnenlichts ernten, auch freistehend können sie zur Stromversorgung beitragen. Das könnte bald auch im Siegener Stadtgebiet der Fall sein, die Verwaltung hat sich auf die Suche nach geeigneten Arealen begeben. Auf Antrag von CDU und Grünen hatte die Politik den Auftrag dazu erteilt.
Anders als bei Windrädern und Biomasseanlagen müssen für Photovoltaikanlagen auf Freiflächen Bebauungspläne aufgestellt werden – der Gesetzgeber lässt sie nur „ausnahmsweise“ zu.

Vorgaben des EEG

Die Stadt Siegen hat die Suche eingegrenzt und stützt sich dabei auf eine Studie des Landesamts für Umweltschutz. Damit die Anlagen wirtschaftlich betrieben werden können, ist eine Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Voraussetzung; dementsprechend sind die Vorgaben des EEG bei der Suche wegweisend. In einem ersten Schritt möchte die Stadt diesen Vorgaben entsprechende Potenzialflächen finden, und zwar am Rand der Autobahn und entlang von Schienenwegen. Auch Deponie- und frühere Militärflächen kommen infrage.

Naturschutzgebiete tabu

In einem zweiten Schritt sollen Ausschlusskriterien definiert werden, durch die die Suchräume weiter eingegrenzt werden – tabu sind Natur-, Landschafts- und Wasserschutzgebiete. Der dritte Schritt wird ein genauer Blick auf die nicht schon im Vorfeld ausgesiebten Gebiete sein – in Einzelfallbetrachtungen wird die Eignung überprüft. Dabei spielen Aspekte wie Sonneneinstrahlung und Verschattung, Landschaftsbild, Zersiedlung, Erschließungsmöglichkeiten, Größe der Fläche und die Nähe zu Einspeisepunkten ins Stromnetz eine Rolle. Am Ende dieser Vorarbeit sollen „Flächensteckbriefe“ erstellt werden. Bebauungspläne sollen danach noch nicht erstellt werden. Vielmehr möchte die Stadt hier anlassbezogen vorgehen und bei konkreten Projekten vorhabenbezogene Bebauungspläne vereinbaren.

Weitere Photovoltaikanlagen möglich

Das Bauleitverfahren soll dabei in den Händen der Stadt bleiben, notwendige Gutachten und Untersuchungen jedoch sollen von den Investoren in Auftrag gegeben und bezahlt werden. Weitere Anlagen außerhalb der Untersuchungsflächen sind nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Sie müssten aber einzeln geprüft und der Politik zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Auch Schallschutzwände, etwa an Autobahn und HTS, könnten theoretisch mit Photovoltaikanlagen bestückt werden. Stadtbaurat Henrik Schumann möchte sie in die Prüfung mit aufnehmen. Ob diese Wände aber tatsächlich dafür zur Verfügung gestellt werden, ist nicht Sache der Stadt Siegen – sondern die des Straßenbaulastträgers, also des Bundes.

Investition muss sich rechnen

Die Wirtschaftlichkeitsfrage hat die Fraktions-Kooperation aus CDU und SPD noch einmal konkretisiert. Die Anlagen seien als wirtschaftlich anzusehen, wenn sich die Investition, die voraussichtlichen laufenden Kosten (u. a. Wartung, Versicherung, Reparaturen), die Kosten für die Demontage und der Verwaltungsaufwand vor dem Ende des Einspeisungszeitraums der Anlage (maximal 20 Jahre) planmäßig amortisieren würden. Bei Solaranlagen zur Wassererwärmung wird die Amortisationszeit auf 25 Jahre festgelegt.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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