Initiative „Hilfe VEREINt“
Stadt Siegen unterstützt das Ehrenamt

Viele Hände, schnelles Ende - das Ehrenamt hat es in Zeiten von Corona nicht leicht. Die Stadt Siegen ruft nun eine Initiative ins Leben, um die Vereine zu unterstützen.
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  • Viele Hände, schnelles Ende - das Ehrenamt hat es in Zeiten von Corona nicht leicht. Die Stadt Siegen ruft nun eine Initiative ins Leben, um die Vereine zu unterstützen.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ap Siegen. Durch die Corona-Pandemie ist vielerorts auch das Vereinsleben (fast) zum Stillstand gekommen. Aktionen und Tätigkeiten mussten eingeschränkt, zum Teil sogar ganz eingestellt werden. Um die Ehrenamtler in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen, hat die Stadt Siegen nun die Initiative „Hilfe VEREINt“ ins Leben gerufen. Auf der städtischen Homepage können ab sofort alle ehrenamtlich Aktiven ihr Angebot präsentieren und um Unterstützung für ihre Projekte werben.

20 Vereine melden sich auf das Angebot der Stadt Siegen

Die Resonanz sei bislang „sehr gut“ und durchweg positiv. „Wir haben viele traurige Rückmeldungen zu ausgefallenen Festen und somit weggebrochenen, dringend benötigten Einnahmen erhalten, aber auch zu der Hoffnung, dass der neue ,Kanal’ mithilft, den zum Teil schlimmen Nachwuchsproblemen begegnen zu können“, heißt es seitens der Stadt. Gemeldet hätten sich seit Aktionsstart am 10. März bereits 20 Vereine, deren Steckbriefe jetzt nach und nach auf der Homepage der Stadt Siegen eingepflegt würden. Die SZ hat mit drei von ihnen gesprochen.

"Durch die Aktion wird das Ehrenamt sicher gemacht"

„Durch die Aktion wird das Ehrenamt sichtbar gemacht“, freut sich Erika Denker. „Denn wir sind nicht verschwunden durch die Pandemie und durchaus aktiv.“ Bei der Siegerländer Frauenhilfe hätten die Aufgaben in den vergangenen Monaten eher zu- als abgenommen, betont die Vorsitzende. „Es gibt Menschen, die Zeit haben, und sich engagieren möchten“, davon ist Erika Denker überzeugt.

Erika Denker ist froh, die Siegerländer Frauenhilfe online präsentieren zu können.

Derzeit gebe es 130 Ehrenamtler, die sich im Rahmen von verschiedenen Projekten wie „Hallo Hanna“, einem telefonischen Besuchsdienst, bei der Frauenhilfe einbringen. Aber auch Leiterinnen für die 53 Frauenhilfegruppen und Bezirksfrauen für die Kirchengemeinden würden immer gebraucht und gesucht. „Wir versuchen trotz der Pandemie, das Vereinsleben lebendig zu halten und uns nicht ausbremsen zu lassen. Wir dürfen nicht untätig hier sitzen und warten, bis alles vorbei ist“, sagt Denker entschlossen. „Deshalb finde ich es toll, dass die Stadt sich so für uns engagiert.“

Schützenverein Eiserfeld klagt über die laufenden Kosten

Auf mehr Unterstützer durch die Präsenz auf der städtischen Plattform hofft auch der Eiserfelder Schützenverein. „Das Vereinsleben ist völlig zum Erliegen gekommen“, sagt der 1. Vorsitzende Jörg Schneider. Obwohl seit längerer Zeit schon keine Zusammenkünfte der rund 70 Mitglieder im vereinseigenen Schützenhaus stattfinden könnten, müssten Strom, Heizung und laufende Kosten ja irgendwie gedeckt werden, beklagt Schneider.

Heimatverein Achenbach will "Prozesse neu denken"

Um Geld geht es dem dritten Verein nicht – ganz im Gegenteil: „Wir bestücken den Umsonstladen und Sozialkaufhäuser, nehmen Elektroschrott an und vermitteln Reparaturen“, erklärt der 1. Vorsitzende des Heimat- und Verschönerungsvereins Siegen-Achenbach – alles im Sinne der Wertschöpfung und entgegen der Wegwerfmentalität. „Wir wollen die Prozesse neu denken und weniger Müll produzieren“, erklärt Günther Langer. Und dafür gehe man immer neue Wege. Mit Erfolg: 84 der mittlerweile über 500 Mitglieder seien allein im vergangenen Jahr neu dazugekommen, freut sich der Vereinsvorsitzende. Durch die Beteiligung an der städtischen Initiative erhofft sich das „Reallabor“ jetzt noch mehr Anhänger, um der Schmeiß-weg-kauf-neu-Philosophie den Kampf anzusagen.

Viele Hände, schnelles Ende - das Ehrenamt hat es in Zeiten von Corona nicht leicht. Die Stadt Siegen ruft nun eine Initiative ins Leben, um die Vereine zu unterstützen.
Erika Denker ist froh, die Siegerländer Frauenhilfe online präsentieren zu können.
Autor:

Alexandra Pfeifer

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