Starke Beziehungen

Die neue Generalkonsulin der USA, Fiona Evans, begrüßte die US-amerikanischen Gäste der Germanna-Foundation zu Kaffee und Kuchen.  Foto: Dirk Manderbach
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dima Siegen. Ohne Trupbach hätte die Mondlandung einen anderen Verlauf genommen, erklärte Volker Schüttenhelm, als Gastgeber und Präsident der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Siegerland-Wittgenstein am Dienstag zur Begrüßung einer ganz besonderen Reisegruppe. Schließlich seien die Vorfahren Buzz Aldrins, der als Astronaut der Apollo-11-Mission nach Neil Armstrong als zweiter Mensch den Mond betrat, aus dem kleinen Siegener Stadtteil nach Amerika ausgewandert. 17 US-amerikanische Mitglieder der Germanna-Foundation aus Virginia – allesamt Nachfahren von 42 Siegerländern, die im Jahre 1713 in die damals englische Kolonie Virginia ausgewandert waren. Man benötigte Bergbauexperten und fand sie im Land der Hauberge. Ihre Nachfahren, seit 1956 in der Memorial Foundation of Germanna Colonies organisiert, besuchten gestern zum 17. Mal das Siegerland.

Bis zum kommenden Samstag werden sie sich in Trupbach, Niederndorf, Müsen und Eisern auf die Spuren ihrer Vorfahren begeben, inklusive einer Haubergswanderung in Fellinghausen und dem Besuch des Müsener Schaubergwerkes. Betreut werden die US-Amerikaner dabei vom Heimatbund Siegerland-Wittgenstein und der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Siegerland-Wittgenstein (DAG), deren Anliegen es ist, die transatlantischen Beziehungen von Bürgern und mittelständischen Unternehmen zu pflegen.

Frisch aus dem Flugzeug gestiegen, traf man sich gestern in der Pfeffermühle zum Kuchenessen. Es war der DAG gelungen, ein gemeinsames Treffen mit Fiona Evans zu organisieren. Die neue Generalkonsulin der USA hatte sich zuvor bereits zu einem zweistündigen Gedankenaustausch zu den derzeitigen Handelsbeziehungen mit heimischen Unternehmern bei der IHK Siegen getroffen.

Evans, deren Vater aus Paderborn stammt, betonte die Bedeutung des Austausches zwischen den USA und Deutschland. Die Mitglieder der Germanna Foundation hätten im Verlauf der langjährigen Beziehungen Freunde im Siegerland gefunden, sie kämen längst nicht mehr als Touristen, die hier nur ein Bier trinken würden. Siegerländer Bier wollten sie aber dennoch trinken, so einer der Gäste schmunzelnd.

Zum „Meet and Greet“ mit Generalkonsulin und Germanna-Nachfahren begrüßte die DAG auch Landrat Andreas Müller, den Volker Schüttenhelm als den „Country-Sheriff“ von Siegen-Wittgenstein vorstellte. Müller stellte stolz die Vorzüge der „echt vielfältigen“ Region vor, den modernen Industriestandort, aber auch die Heimat der einzigen Wisentherde weit und breit. Siegen sei auch die Heimat des Barockmalers Peter Paul Rubens. Aber nur, weil sein Vater hier im „Knast“ gesessen habe, so der Landrat.

Bevor die Gäste am Samstag wieder ins Flugzeug steigen, werden sie gemeinsam mit ihren Gastgebern am Grimberg in Niederdielfen ein Sommerfest feiern.

Autor:

Dirk Manderbach (Redakteur) aus Siegen

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