Sternsinger brachten den Segen

 Auch in Bad Laasphe machten sich die Sternsinger von der katholischen Kirche aus auf den Weg durch die Stadt und in die Ortschaften.  In Bad Berleburg machten sich mit 30 Kindern und 15 Erwachsenen die meisten Teilnehmer auf den Weg, um den Segen der Heiligen drei Könige in die Häuser zu bringen. Fotos: schn   Auf den Aussendungsgottesdienst, mussten die Sternsinger der Christus-König-Gemeinde in Erndtebrück verzichten. Pfarrer Bernhard Lerch ist erkrankt.
  • Auch in Bad Laasphe machten sich die Sternsinger von der katholischen Kirche aus auf den Weg durch die Stadt und in die Ortschaften. In Bad Berleburg machten sich mit 30 Kindern und 15 Erwachsenen die meisten Teilnehmer auf den Weg, um den Segen der Heiligen drei Könige in die Häuser zu bringen. Fotos: schn Auf den Aussendungsgottesdienst, mussten die Sternsinger der Christus-König-Gemeinde in Erndtebrück verzichten. Pfarrer Bernhard Lerch ist erkrankt.
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schn - Caspar, Melchior und Balthasar – so heißen der Überlieferung nach die Heiligen drei Könige, die Weisen aus dem Morgenland, die wertvolle Geschenke nach Bethlehem brachten. Aus der Legende hat sich in der katholischen Kirche die Tradition der Sternsinger entwickelt. Kinder aus den Kirchengemeinden ziehen von Haus zu Haus und verkünden die frohe Botschaft. Gleichzeitig sammeln sie Spenden für die karitative Arbeit der Kirche.

Die Hochburg der Sternsinger sind die mehrheitlich katholischen Gebiete in ganz Deutschland. Vor allem an den Bischofssitzen sind die Sternsinger mit viel Personal unterwegs. In Wittgenstein leben Katholiken eher in einer Diaspora – doch das heißt nicht, dass hier keine Sternsinger unterwegs sind. In allen drei Wittgensteiner Kirchengemeinden waren gestern am Dreikönigstag Kinder und Jugendliche unterwegs und brachten den Segen in die Häuser. Viele Familien werden seit Jahren immer wieder besucht, die Organisatoren haben Listen, in die sich die Interessenten alljährlich eintragen. In Bad Laasphe waren 20 Kinder in sechs Gruppen unterwegs. Mehr als zuvor vermutet, denn kurz vor Toresschluss kamen noch zwei Anmeldungen, direkt aus dem Urlaub. Viele der Sternsinger machen schon viele Jahre mit, teilweise mehr als zehn. Bei den Erwachsenen sind einige schon selbst als Sternsinger mit dabei gewesen und heute geht es als Betreuer weiter.

Ganz ähnlich sieht es auch in Erndtebrück aus. Hier machten gestern drei Mädchen ihre zehn Jahre voll und sind trotzdem noch kein bisschen müde. „Mal sehen, vielleicht nächstes Jahr nochmal. Macht ja Spaß“, sagte eine von ihnen, bevor sie hinter den anderen hinterher lief. Auch in der Edergemeinde geht es in Gruppen durch die Dörfer, mit insgesamt 15 Kindern. Auf den Aussendungsgottesdienst mussten die Sternsinger aber in der Christus-König-Gemeinde verzichten. Aktuell ist Pfarrer Bernhard Lerch krankgeschrieben und die Sache mit der Vertretung hatte nicht ganz so wie geplant geklappt.

Aber die Gemeinde ist selbstständig genug, auch die Klippe zu umschiffen. In diesem Jahr liefen die Sternsinger nur an einem Tag durch Erndtebrück, in den Vorjahren waren es immer zwei Tage gewesen. In Bad Berleburg machten sich mit 30 Kindern und 15 Erwachsenen die meisten Teilnehmer auf den Weg. Auch hier geht es in Gruppen durch die Dörfer zu all jenen, die sich die Sternsinger als Gäste gewünscht haben. Nach dem obligatorischen Vers und dem Segen für Haus und Bewohner gibt es das Zeichen „20+C+M+B+19“. Einige möchten das noch ganz traditionell mit Kreide an der Tür haben. Doch durch die vielen Kunststofftüren, hat man schon vor Jahren auf Aufkleber umgestellt.

Wer also diese Buchstaben und Zahlen an den Türen sieht, der weiß: Hier waren die Sternsinger zu Gast. Die Aktion wird nach wie vor von der katholischen Kirche durchgeführt, doch inzwischen machen schon lange nicht mehr nur Katholiken mit. Viele Wittgensteiner, unabhängig von ihrer Konfession laden sich die Sternsinger ein. Und in allen Kirchengemeinden machen schon seit Jahren auch evangelische Kinder und Jugendliche mit. „Das ist schon lange so und gehört für uns dazu“, sagte eine der Betreuerinnen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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