Stiftung übernimmt die Heide

Die NRW-Stiftung beschreibt die Heide als nährstoffarmen Biotopkomplex aus Magergrünland, Borstgrasrasen, Zwergstrauchheiden, Gebüschen und Eichen-Birkenwäldern mit herausragender Bedeutung für das Netzwerk Natura 2000. Foto: Dirk Manderbach
  • Die NRW-Stiftung beschreibt die Heide als nährstoffarmen Biotopkomplex aus Magergrünland, Borstgrasrasen, Zwergstrauchheiden, Gebüschen und Eichen-Birkenwäldern mit herausragender Bedeutung für das Netzwerk Natura 2000. Foto: Dirk Manderbach
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dima - Die rund 293 Hektar der Trupbacher Heide, über die vor einem Jahr ein entmilitarisierter Leopard-Panzer pflügte, sollen ins Portfolio der NRW-Stiftung Natur-Heimat-Kultur übergehen. So will man auf lange Frist den Erhalt der Flächen für den Naturschutz sicherstellen. Die Übergabe des ehemaligen militärischen Übungsplatzes ist seit Jahren geplant. Am 22. Januar sollten die Verträge endlich unterschrieben werden. Dieser Termin wurde jedoch erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben, wie Ende vergangener Woche bekannt wurde. Die Stiftung erklärte auf Nachfrage der SZ, dass der Grund eine Kollision des Unterzeichnungstermins mit den Terminen der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks gewesen sei.

Die NRW-Stiftung will die Betreuung der Trupbacher Heide zukünftig sicherstellen. Pflegemaßnahmen wie zum Beispiel die Wanderschafbeweidung sollen aus Förderprogrammen des Vertragsnaturschutzes finanziert werden. Die Stiftung hat beispielsweise folgende Naturschutzziele formuliert: Erhalten und entwickelt werden sollen die Sandginster-Zwergstrauchheiden, artenreiche Kreuzblümchen-Borstgrasrasen und Magerweiden, aber auch Naturwälder.

Als Maßnahmen sind eine auf Naturschutzziele ausgerichtete Beweidung sowie alternativ eine Mahd in ein- bis dreijährigen Intervallen genannt. Auch die Methode des kontrollierten Brennens soll auf der Heide getestet werden. Nicht standortheimische Gehölzarten wie Grau-Erle, Robinie oder Spätblühende Traubenkirsche sollen beseitigt werden. Zukünftig tabu sind: Nährstoffeintrag, Düngung, Pferch, Kalkung, Pestizideinsatz.

Nach dem „Umbau“ sollen die bewaldeten Flächen nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt werden. Geplant ist, die Schalenwilddichte durch störungsarme Jagdmethoden zu regulieren. Gegebenenfalls sollen vorhandene Wege zurückgebaut werden, eine Wegeunterhaltung wird in den Plänen der NRW-Stiftung nicht mehr berücksichtigt. Besucher und Freizeitnutzung will die NRW-Stiftung zukünftig konsequent lenken, um zum Beispiel gefährdete Vogelarten in der Brutzeit zu schützen.

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