Nur Gottesdienst zum Ge(h)denken in Siegen
Stilles Erinnern an den Bombardierung

Die Kranzniederlegung am dicken Turm des Unteren Schlosses muss ohne Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen.
  • Die Kranzniederlegung am dicken Turm des Unteren Schlosses muss ohne Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen.
  • Foto: ch
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

ch/sz Siegen. Am Montag, 16. Dezember, gedenken die Siegener in diesem Jahr bereits zum 76. Mal der Bombardierung ihrer Stadt. Über 50.000 Bomben wurden am 16. Dezember 1944 abgeworfen, die Krönchenstadt versank in Schutt und Asche. Hunderte Menschen starben im Bombenhagel. So erinnert an diesem Mittwoch das stadtweite Läuten der Kirchenglocken um kurz vor 15 Uhr an den verheerenden Luftangriff.

Keine Aktionen in der Innenstadt

Aufgrund der Corona-Pandemie kann jedoch das stille Gedenken als traditionelle Veranstaltung der Stadt Siegen in diesem Jahr nicht stattfinden; die Kranzniederlegung am dicken Turm des Unteren Schlosses muss ohne Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen. Stilles Erinnern ist angesagt.
Das gilt auch für die Aktionen des Siegener Bündnisses für Demokratie. Es hat den „Ge(h)denktag“ geschrumpft. Keine Aktionen in der Innenstadt, keine Theateraufführungen. Das hat die Mehrheit des Bündnisses mit Blick auf den Lockdown beschlossen.

Ökumenischer Gottesdienst

Unter dem Motto „Friede soll mit euch sein“ findet am Abend nur ein ökumenischer Gottesdienst in der Nikolaikirche statt, er beginnt um 18 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, der Zugang ist ausschließlich vom Parkplatz Pfarrstraße aus möglich. „Wir hoffen dennoch, dass die Siegener Bevölkerung mit dem Läuten der Glocken für ein paar Minuten innehält und der Opfer gedenkt“, so Ingo Degenhardt, DGB-Regionsgeschäftsführer und Sprecher des Bündnisses. Bereits seit 2008 gestaltet es den Gedenktag mit.
Vor zwölf Jahren gründete sich das Bündnis aus einer Vielzahl von Kirchen, Gewerkschaften, Parteien, Jugendverbänden und weiteren gesellschaftlichen Gruppen, als rechtsextreme Gruppierungen versuchten, den Gedenktag für ihre Ideologien zu missbrauchen.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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