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Route 57: Gemeinsamer Antrag von CDU und SPD
Straßen NRW soll für Klarheit sorgen

Die Route 57 steht für eine verbesserte Verkehrsinfrastruktur im Kreis Siegen-Wittgenstein. Über den aktuellen Stand der Planungen gibt es allerdings unterschiedliche Einschätzungen.
  • Die Route 57 steht für eine verbesserte Verkehrsinfrastruktur im Kreis Siegen-Wittgenstein. Über den aktuellen Stand der Planungen gibt es allerdings unterschiedliche Einschätzungen.
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vö Siegen/Bad Berleburg. Gesprochen und geschrieben über die Route 57 wurde in den vergangenen Jahren viel. Die Frage ist allerdings: Was steht bisher unter dem Strich für dieses in der Region viel diskutierte Straßenbau-Projekt?

Genau das möchten die Fraktionen von CDU und SPD gerne aus erster Hand erfahren. Wenn es nach Christ- und Sozialdemokraten geht, soll ein Vertreter von Straßen NRW im Kreistag Siegen-Wittgenstein Auskunft geben. „Information und Transparenz erforderlich“ – so ist der gemeinsame Antrag der beiden stärksten Fraktionen im Kreistag überschrieben.

„Angesichts der aktuellen öffentlichen Diskussion über angeblich ausbleibende oder zu geringe Planungsfortschritte bei der Route 57 sind wir irritiert.

Siegen/Bad Berleburg. Gesprochen und geschrieben über die Route 57 wurde in den vergangenen Jahren viel. Die Frage ist allerdings: Was steht bisher unter dem Strich für dieses in der Region viel diskutierte Straßenbau-Projekt?

Genau das möchten die Fraktionen von CDU und SPD gerne aus erster Hand erfahren. Wenn es nach Christ- und Sozialdemokraten geht, soll ein Vertreter von Straßen NRW im Kreistag Siegen-Wittgenstein Auskunft geben. „Information und Transparenz erforderlich“ – so ist der gemeinsame Antrag der beiden stärksten Fraktionen im Kreistag überschrieben.

„Angesichts der aktuellen öffentlichen Diskussion über angeblich ausbleibende oder zu geringe Planungsfortschritte bei der Route 57 sind wir irritiert. Die gesamte Region, Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften haben sich so wie tausende von Bürgern hinter diesem wichtigsten regionalen Verkehrsprojekt zusammengeschlossen. Diese große Gemeinschaftsinitiative inklusive entsprechender Voten des Kreistags sowie von Stadt- und Gemeinderäten hat letztendlich zur Berücksichtigung der Route 57 in der höchsten Prioritätsstufe des aktuellen Bundesverkehrsplans geführt“, heißt es zur Begründung.

Geduld auf harte Probe gestellt

In den vergangenen Jahren sei die Geduld von CDU und SPD auf eine harte Probe gestellt worden, beispielsweise wenn über Umweltverträglichkeitsprüfungen berichtet worden sei, „die nach drei bis vier Jahren wegen Verfalls durch Zeitablauf wiederholt werden mussten“. Der Eindruck dränge sich auf, dass sich sowohl die zuständigen Planer als auch die interessierte Öffentlichkeit einem planungsrechtlichen verfahrensmäßigen Hamsterrad gegenüber sehe, das leider grundsätzliche Zweifel, mindestens aber Ärger aufkommen lasse.

CDU-Fraktionssprecher Hermann-Josef Droege unterstreicht im SZ-Gespräch, dass der Antrag dazu beitragen solle, die Thematik zu versachlichen und die Bevölkerung zu informieren: „Wir möchten außerdem dafür sorgen, dass der Glaube nicht verloren geht, dass das Projekt noch umgesetzt und daran gearbeitet wird.“ Natürlich seien noch einige Hemmnisse vorhanden, die überwunden werden müssten. Dass Straßen NRW die Straße planen und bauen wolle, daran habe er keinen Zweifel, so der Burbacher: „Deshalb wird man den Planern auch nicht gerecht, wenn man sie fortlaufend mit Vorwürfen überzieht.“ Dieses Projekt zeige wieder einmal, so Droege, dass in Deutschland langwierige Verfahren mit komplizierten Rechtslagen an der Tagesordnung seien. Wenn das Oberverwaltungsgericht am Freitag in Sachen Südumgehung die einzige Klage verhandele, sei das endlich eine gute Nachricht.

SPD-Fraktionssprecher Michael Sittler macht kein Geheimnis daraus, „dass wir mit der Geschwindigkeit, mit der das Projekt bewegt wird, nicht einverstanden sind“. Dennoch sei es an der Zeit, etwas die Emotionen aus der Diskussion zu nehmen. „Es hilft ja auch nicht weiter, wenn man sich hinstellt und einfach behauptet, die Planer machen nichts.“

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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