Streit zwischen Kurden und Türken

 Wegen des Streits zwischen Vertretern der kurdischen Gesellschaft und türkischen Passanten kam es am Donnerstag gleich dreimal zu Polizeieinsätzen am Kölner Tor. Foto: jak
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jak/kalle Siegen/Geisweid. Großer Polizeieinsatz am späten Donnerstagnachmittag in der Siegener Innenstadt. Mehr als ein Dutzend Polizisten standen am Kölner Tor rund um den Informationspavillon der Kurdischen Gesellschaft Siegen, als es zu Auseinandersetzungen zwischen Kurden und Türken kam.

Dabei wurde nach Polizeiangaben ein Mann verletzt. Ihm hatte man heißen Kaffee über den Oberkörper geschüttet. Innerhalb einer Stunde, so die Polizei, mussten die Beamten dreimal einschreiten. Die Polizei einigte sich mit den Organisatoren deshalb am Abend darauf, den Stand vorerst abzubauen und das aufgehängte Öcalan-Bild von der Stadtmauer zu entfernen. Ob der Stand heute wieder aufgebaut wird, war zunächst unklar.

Während die Polizisten versuchten, die Lage zu beruhigen, stellte sich im Geisweider Rathaus der kurdische Verein dem Integrationsrat der Stadt Siegen vor. Der Verein setzt sich u. a. für die Freilassung des Führers der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, ein, der seit 1999 in türkischer Haft sitzt. Zudem möchte man die kurdische Identität fördern. Dazu gehöre auch Kurdischunterricht und Religionsunterricht. Der Verein biete auch Integrationskurse an, um die deutsche Sprache zu erlernen.

Die kurdische Gesellschaft (Navenda Cicaka Kurd a Siegen) gab in der Vorstellung weiter an, u. a. eine gute Zusammenarbeit mit den Linken, dem Linksbündnis Siegen „Roter 1. Mai“ sowie der Siegener Hochschulgruppe Antifa zu pflegen.

In einem Papier wurde mitgeteilt, dass es nach einem Kooperationsgespräch mit der Kreispolizeibehörde nach dem mutmaßlichen Anschlag auf das Vereinsheim in Geisweid keine weiteren Konfrontationen gegeben habe – jedenfalls bis Donnerstagnachmittag nicht.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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