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Uni-Umzug Vorteil für Gastronomie und Handel
Studenten beleben die Stadt

Dadurch, dass künftig noch mehr Studenten in die Stadt kommen, wird das Stadtleben in puncto Gastronomie und Handel noch mehr angekurbelt werden.
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gro Siegen. Es ist ein sommerlicher Freitagnachmittag im Juni. Von der Pandemie ist noch weit und breit nichts in Sicht. Die Sonne zeigt sich von ihrer besten Seite und die Innenstadt ist voller Leben. Auf den Stufen des Siegufers tummeln sich Klein und Groß – essen Eis oder trinken Kaffee. Die Einkaufstraßen sind gut besucht und die Außengastronomie platzt aus allen Nähten. „Drei Bier bitte“, ruft ein junger Mann der quirligen Bedienung zu.

Auffällig ist, dass gerade in der Oberstadt an diesem Nachmittag viele junge Leute unterwegs sind. Seitdem die Uni vor knapp sieben Jahren näher in die Stadt gekommen ist, halten sich viele der Siegener Studenten auch im Stadtkern auf.

gro Siegen. Es ist ein sommerlicher Freitagnachmittag im Juni. Von der Pandemie ist noch weit und breit nichts in Sicht. Die Sonne zeigt sich von ihrer besten Seite und die Innenstadt ist voller Leben. Auf den Stufen des Siegufers tummeln sich Klein und Groß – essen Eis oder trinken Kaffee. Die Einkaufstraßen sind gut besucht und die Außengastronomie platzt aus allen Nähten. „Drei Bier bitte“, ruft ein junger Mann der quirligen Bedienung zu.

Auffällig ist, dass gerade in der Oberstadt an diesem Nachmittag viele junge Leute unterwegs sind. Seitdem die Uni vor knapp sieben Jahren näher in die Stadt gekommen ist, halten sich viele der Siegener Studenten auch im Stadtkern auf. In den Freistunden wird am Siegufer gesonnt und in der Mittagspause im „Frittenglück“ schnell eine große Portion Pommes „auf die Hand“ geholt.

Besonders die heimische Gastronomie, aber auch der Einzelhandel profitieren von der wachsenden Zahl an Studenten. Jetzt soll die Uni noch mehr in die Stadt ziehen. Wird sich dies nach der Pandemie weiterhin positiv auf die Wirtschaft in der Region auswirken? Die SZ hat sich mit zwei Experten unterhalten.

Uni-Umzug hat positiven Effekt

Einer von ihnen ist Lars Martin, stellv. Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Westfalen.

„Ich denke, dass der Umzug der Uni in die Stadt definitiv einen positiven Effekt auf die Wirtschaft und besonders die Gastronomie hat“, so Martin. Dies könne man auch in anderen Universitätsstädten beobachten.

„In Siegen konnte man in den vergangenen Jahren schon einen Wandel erkennen. Seit der Campus am Unteren Schloss existiert, hat sich auch die Gastronomie in der Oberstadt verändert“, erklärt der Gastronomieexperte. Es sei zudem grundsätzlich sinnvoll, das jeweilige Konzept an die Studenten anzupassen. „Auch dies konnte man in letzter Zeit schon bemerken. Es gibt immer mehr Lokale, die sich nach den Wünschen der Studenten richten“, so Martin.

Palette an Angeboten noch breiter

Zurzeit seien beispielsweise vegane und vegetarische Gerichte sehr gefragt. Auch werde mehr auf regionale Produkte geachtet. „Wenn Sie in die Oberstadt gehen, werden Sie merken, dass es kaum einen Betrieb gibt, der noch Kohlrouladen in allen Facetten anbietet“, witzelt der Experte und betont weiter: „In Zukunft wird sicher die Palette an Angeboten noch breiter.“

Auch Marco Butz von der IHK Siegen glaubt an eine positive Auswirkung. „Die Uni ist jetzt seit knapp sieben Jahren in der Innenstadt. Allein durch die Studenten hat es in dieser Zeit schon einige Neugründungen gegeben“, erklärt Butz und betont weiter: „Ich bin überzeugt davon, dass die Studenten den Handel positiv beeinflussen.“ Ein Beispiel sei hier das Bekleidungsgeschäft „Moanet“, das vor wenigen Jahren an der Sandstraße eröffnet wurde. „Studierende gelten zwar nicht als besonders zahlungskräftig, dennoch kaufen sie ein“, so Butz. Er ist auch der Meinung, dass man den Handel immer in Verbindung mit der Gastronomie sehen müsse. Dies habe man auch in der Pandemie beobachten können. „Shoppen ist das neudeutsche Wort für Einkaufen und Zeit in der Innenstadt verbringen. Dazu gehört eben auch die Gastronomie“, erklärt der Handelsreferent.

Mehr Studenten sorgen für lebendige Innenstadt

Zurzeit seien etwa 5000 Studenten und Lehrende in der Stadt ansässig. Wenn der Umzug der Uni in die Stadt vollbracht ist, seien es rund 13 000 Personen. Dies wird sich laut Butz in Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit bemerkbar machen und für eine viel lebendigere Innenstadt sorgen.

„Anstatt wie früher am Haardter Berg nach der Vorlesung nach Hause zu fahren, gehen die Studenten nun noch in die Innenstadt, um zu shoppen oder etwas zu essen“, sagt Marco Butz. Er glaubt genau wie Lars Martin, dass sich durch die Studenten auch das Angebot im Einzelhandel und der Gastronomie in Zukunft deutlich verjüngen werde.

Autor:

Sarah Groos

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