Corona-Ausbruch in der Engsbachstarße
Studentenwohnheim von Security gut bewacht

Die Mitarbeiter der Security-Firma sorgen dafür, dass alles in geordneten Bahnen verläuft.
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  • Die Mitarbeiter der Security-Firma sorgen dafür, dass alles in geordneten Bahnen verläuft.
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mir Siegen. Tag 1 nach dem Corona-Ausbruch in den beiden Studentenwohnheimen Engsbachstraße in Weidenau: Auffällig gelb bejackte Security-Mitarbeiter sichern die Eingänge, einer hat sich einen Stuhl in die Mittagssonne gerückt. An den Absperrgittern ist noch ein letzter, kleiner Einlass, auch der SZ-Redakteur darf nicht zu nahe kommen: „Alles in Ordnung und entspannt verlaufen, auch in der Nacht“, lautet die einzige Auskunft. Wie so oft, die ausführenden Kräfte sind zum Schweigen verdonnert worden.

In der Engsbachstraße ist es zu einem Cotona-Ausbruch gekommen.
  • In der Engsbachstraße ist es zu einem Cotona-Ausbruch gekommen.
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Pünktlich zum Mittag fährt „Fischer Catering“ mit einem Kleintransporter vor. Auf der Ladefläche türmen sich die Wärmeboxen mit dem Mittagessen für die 290 „Insassen“ des Quarantäne-Stützpunkts. Ein einzelner Student lässt sich blicken, redet ein paar Sätze auf Englisch mit einem der Sicherheitsleute: „Es ist alles in Ordnung. Kein Stress.“

Versorgung der Betroffenen garantieren

Wie in einer Quarantäne üblich, der Veranlasser muss die Versorgung der betroffenen Menschen garantieren. Mithin wäre das der Kreis Siegen-Wittgenstein in Gestalt des Gesundheitsamtes. In dem Fall haben das Universität, das Studierendenwerk, der AStA und die Nachbarschaftshilfe „SoliNa“ (Solidarität und Nachbarschaftshilfe) die Versorgung übernommen.

Die Studenten werden mit Essen gut versorgt.
  • Die Studenten werden mit Essen gut versorgt.
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„Der Caterer liefert jeden Tag ein warmes Mittagessen, für Frühstück und Abendbrot sorgt das Studierendenwerk“, das ist laut Uni-Pressesprecher André Zeppenfeld die Übereinkunft. So gab es am Donnerstag Mittag Gurkensalat, gebratenes Gemüse und Kartoffeln mit Sauce Hollandaise, dazu Obst. Am Freitag folgen Rohkost, Pasta Tomatensauce und wieder Obst.

Keine kleinen Haushaltsmengen

„Wir können nicht für alles aufkommen, weil wir wegen der Corona-Pandemie unsere Leute in die Kurzarbeit schicken mussten“, berichtet Burkhard Lutz für das Studierendenwerk. Für Brot, Brötchen, Belag und Milch zu den übrigen Mahlzeiten reicht es: „Wir mussten erst unsere Leute zu Hause abholen, weil wir ja nicht in der Produktion sind“, so Lutz. „Das sind ja nicht mal eben kleine Haushaltsmengen, die da beschafft werden müssen.“

Die Studenten werden mit Essen gut versorgt.
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Wer die Rundum-Versorgung der 290 Quarantäne-Personen und der 20 Infizierten bezahlt, muss noch ausverhandelt werden. Die Universität jedenfalls tritt erst einmal in Vorleistung.

Individuelle Wünsche erfüllen

„SoliNa“, die Nachbarschaftshilfe, will individuelle Wünsche erfüllen. Oder auch Medikamente besorgen, weil keiner die Heime verlassen darf. Zehn Leute machen das, wie Jonas Vollert berichtet. Alles Freiwillige. Selbst die Raucher müssen nicht schmachten: Vor einem der Heime steht ein Zigarettenautomat.

300 Studenten unter Quarantäne

An der Coronafront selbst gibt es noch keine neuen Erkenntnisse: Am Donnerstag Nachmittag sollten alle 290 Personen getestet werden, erste Ergebnisse erwartet der Kreis Siegen-Wittgenstein am Samstag.

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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