Stühlerücken in Siegen

Vertragsgespräche diese Woche / Einige mit schlechten Karten

geo Siegen. Zwei Männer, die beim heimischen Fußball-Regionalligisten Sportfr. Siegen das sportliche Sagen haben, werden in dieser Woche ihre Köpfe zusammenstecken und das Personal-Roulette bei den Siegenern anschieben. Noch bevor das Fußball-Jahr 2002 mit dem Schlagerspiel gegen Ex-Bundesligist SpVg Unterhaching am Sonntag ausklingt, wollen Trainer Ingo Peter und der Sportliche Leiter Rolf Bleck die Eckpfeiler des Personalgerippes für die drei Rückrunden-Monate März, April und Mai sowie andeutungsweise auch schon für die Saison 2003/04 auf festen Sockel stellen.

Wie die SZ bereits Ende November ankündigte, werden die Spieler der »Sportfreunde« in dieser Woche Post erhalten. Inhalt sind im wesentlichen Verhaltensmaßregeln für die vier trainingsfreien Wochen, ehe am 15. Januar das Training wieder aufgenommen wird. Denn vom »Plätzchenessen« bekommen die Akteure über Weihnachten fraglos keine regionalliga-würdige Spielform ...

Aber einigen Spielern soll auch klipp und klar mitgeteilt werden, dass ihre Zukunft nicht mehr bei den Sportfr. Siegen liegt. Namen und Details wollten weder Bleck noch Peter gestern nennen, weshalb vieles einfach spekulativ bleibt. Erste Tendenzen sind aber dennoch erkennbar.

Jozef Kotula nicht unumstritten

So hat der Verein vor, noch vor der Winterpause die fünf auslaufenden Verträge der Stammspieler Til Bettenstaedt, Sascha Bäcker, Jens Truckenbrod, Bruno Custos und Jozef Kotula vorzeitig zu verlängern (Bleck: »Verlängern ja, aber nicht um jeden Preis«). Was bei den beiden Erstgenannten gelungen ist, soll in Gesprächen mit den drei anderen in dieser Woche ausgelotet werden, wobei im Leimbach-Stadion zumindest die Verhandlungsposition Jozef Kotulas wohl nicht mehr so prickelnd ist. Der zuletzt in diesem Zusammenhang ebenfalls in Zweifel gestellte Custos soll aber offensichtlich gehalten werden.

Balaz und Cirba in ihre Heimat

Ferner ist bekannt, dass sowohl Michal Balaz (übernimmt in der Slowakei den Hof seines schwer kranken Vaters) als auch der Litauer Romas Cirba (baut sich eine Existenz in der Automobilbranche auf) nach Saisonende in ihre Heimatländer zurück kehren werden. Da beide Nicht-EU-Ausländer sind und ab der Saison 2003/04 nur noch vier Nicht-EU-Ausländer dem Kader angehören dürfen, kommen diese privaten Entschlüsse dem verbleibenden Nicht-EU-Quartett mit den beiden Amerikanern John van Buskirk und Eric Lukin sowie Ousseynou Dione (Senegal) und eben Kotula zumindest nicht ungelegen. (Zur Aufhellung in diesem Zusammenhang: Cem Islamoglu/Türkei und die beiden Mujakic-Brüder Senad und Nihad gelten als »Fußball-Deutsche«.)

Auf der Kippe könnten daher Spieler sein, deren Verträge ohnehin auslaufen und die nicht unbedingt zur Regionalliga-Crème gehören wie Tobias Zott, Christian Mehr oder z.B. Marco Maser. Angesprochen auf eben diese Namen ließ sich Rolf Bleck freilich noch nicht in die Karten schauen. Allerdings meinte er viel sagend: »Spieler, denen wir mitteilen, dass wir langfristig ohne sie planen, haben noch ein halbes Jahr Zeit uns durch Leistung vom Gegenteil zu überzeugen.«

Bliebe das Thema der beiden Späteinsteiger Björn Weikl und Raphael Krauss, die zwar Pass und Spielberechtigung besitzen, praktisch aber vom Arbeitsamt bezahlt werden. Interpretiert man die leisen Zwischentöne, so sind sich Trainer und Sportlicher Leiter hinsichtlich der Bewertung der Perspektiven dieser beiden Kicker nicht ganz einig. Dem Vernehmen nach wollen beide selbst wohl zumindest bis Saisonende in Siegen bleiben. Es erscheint aber noch durchaus fraglich, ob ihr Taschengeld für diesen Zeitraum signifikant verbessert wird.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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