Erster Fall in Siegen-Wittgenstein (Upate)
Südafrikanische Mutation in der Region angekommen

Erstmals ist die südafrikanische Variante des Coronavirus im Kreis Siegen-Wittgenstein nachgewiesen worden.
  • Erstmals ist die südafrikanische Variante des Coronavirus im Kreis Siegen-Wittgenstein nachgewiesen worden.
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

juka Siegen. In Siegen-Wittgenstein ist erstmals die südafrikanische Variante (B1351) des Coronavirus festgestellt worden. Das gab der Kreis am Mittwochmorgen in seinem Corona-Update bekannt. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) deuten mehrere Studien darauf hin, dass die bisherigen Impfungen gegen die südafrikanische Mutation weniger gut schützen und auch Personen, die sich bereits mit der ursprünglichen Virus infiziert haben, einen geringeren Schutz haben, da die gebildeten Antikörper gegen das veränderte Virus weniger wirksam seien. Auch eine höhere Übertragbarkeit wird diskutiert. Das Virus B1351 ist in Deutschland derzeit aber noch deutlich weniger verbreitet als die britische Variante B117.
Anfang Januar war die südafrikanische Variante in Deutschland erstmals aufgetreten. Damals hatte sich ein Mann aus Bottrop auf einer Geschäftsreise in Südafrika infiziert und anschließend auch seine Familie in Deutschland angesteckt.

Dr. Christoph Grabe "nicht erfreut"

Mit einem sorgenvollen Blick hat auch der Leiter des Kreis-Gesundheitsamts, Dr. Christoph Grabe, das erstmalige Auftreten der Mutation aufgenommen. "Ich bin natürlich nicht erfreut, aber wir haben ja mittlerweile schon Erfahrung mit schlechten Nachrichten", erklärt Grabe. Man müsse die neue Herausforderung nun annehmen. "Ich hoffe natürlich, dass sich die Mutation nicht weiter ausbreitet."

An der Strategie des Kreises wird sich laut Grabe durch die neue Variante zunächst jedoch nichts ändern. Jedenfalls solange, bis es vom Robert-Koch-Institut möglicherweise neue Vorgaben gibt. Ein weiteres Mittel könne dann die Ausweitung des Kreises um die infizierte Person herum sein, der sich in Quarantäne begeben muss. Auch kürzere und weniger intensive Kontakte könnten dann schon zu dieser Maßnahme führen, zeigt der Leiter des Gesundheitsamt auf.

Autor:

Julian Kaiser (Volontär) aus Siegen

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