140 Einsatzkräfte aus Südwestfalen helfen in Fröndenberg
Südwestfalens Feuerwehren als Deichretter im Einsatz

An diesem Deich eines Angelteichs in Fröndenberg halfen Einsatzkräfte der Region, einen Wasserdurchbruch zu verhindern.
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  • Foto: Feuerwehr
  • hochgeladen von Marc Thomas

bjö Siegen/Fröndenberg. Im Laufe des Dienstags erfuhren die Einsatzkräfte der hiesigen Region, dass ihre überörtliche Hilfe in Fröndenberg am Montag von Erfolg gekrönt war. Der Deich eines Angelteichs, dessen Bruch die Wehrleute aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe am Wochenbeginn zu verhindern halfen, hielt den Wasser- und Schlamm-Massen stand. In Fröndenberg an der Ruhr waren am Wochenende so heftige Unwetter niedergegangen, dass die Einsatzleitung im Kreis Unna auch aus der Region Südwestfalen Hilfe anforderte (die SZ berichtete).

Am Montagvormittag hatte die erste Feuerwehrbereitschaft der überörtlichen Hilfe der Bezirksregierung Arnsberg den Einsatzbefehl erhalten, nach Fröndenberg aufzubrechen. Feuerwehrkräfte aus Eichen, Aue-Wingeshausen und Rüppershausen bildeten als Zug 3 eine Einheit, die zur Dammsicherung eingesetzt wurde. Sie erledigte diese Aufgabe mit Feuerwehrkollegen aus Finnentrop-Heggen, Kirchhundem und Grevenbrück, letztere als Zug 2 der gleichen Bereitschaft.

700 Menschen sollten vorsichtshalber Wohnung verlassen

Sie halfen dem vor Ort befindlichen Technischen Hilfswerk dabei, den durchgeweichten Deich mit einem Flies zu versehen und mit Sandsäcken zu stabilisieren. Vorsichtshalber waren in der Nacht zu Dienstag 700 Menschen unterhalb des Deiches aufgefordert worden, ihre Wohnungen zu verlassen.

120 Feuerwehrleute helfen in Fröndenberg

Eichens Feuerwehr-Einheitsführer Nico Gieseler erläuterte gegenüber der SZ, dass der Damm des Teiches, der unter normalen Bedingungen eine Überfahrbreite von über drei Metern aufweise, aufgrund der Durchweichung und Erosion stellenweise auf einen Meter Breite reduziert gewesen sei. Demnach kämpften die heimischen Feuerwehrleute vor allem an diesem Ort eine wahre Schlammschlacht.

Wasserschaden in Galvanikbetrieb begrenzen

Parallel zur Deichsicherung schickte die Einsatzleitung weitere Kräfte der Region zu einem anderen Schadensort in Fröndenberg: Der Bereitschafts-Zug 1 mit Kräften aus Kaan-Marienborn, Weidenau und Eiserfeld kümmerte sich gemeinsam mit dem Zug 4, nämlich Feuerwehrkollegen aus dem Hochsauerlandkreis, darum, den Wasserschaden in einem Galvanikbetrieb zu begrenzen – sowohl die Kellerräume als auch die Laderampen des Betriebs waren vollgelaufen. Unter anderem bestand eine Herausforderung zugleich darin, den Pegel eines randvollen Regenauffangbeckens unter Kontrolle zu halten.

DRK-Einheiten aus dem Olper Raum waren am Montag ebenso mit ausgerückt; sie stellten in Fröndenberg die Versorgung von Einsatzkräften vor Ort sicher.

Montagabend Rückkehr in die Heimat

Am späten Montagabend kehrten die genannten Komponenten der Region wieder in ihre Heimatstandorte zurück. Zu ihnen zählte auch ein Krankentransportwagen aus Eichen, der mit drei Sanitätern besetzt war und die Eigensicherung der Hilfsmannschaften unterstützen sollte. Ihn schickte die Einsatzleitung im Laufe des Montags zur Unglücksstelle am Deich, wo ein Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks kollabiert war.

Der Siegener Brandoberinspektor Stefan Bieder, zugleich Zugführer in Alchetal, führte die gesamte erste Bereitschaft, die mit über 20 Fahrzeugen und 140 Mann unterwegs war, an. Als besonders auffällig habe er das Phänomen erlebt, dass die schweren Regengüsse in Fröndenberg lokal begrenzt gewesen seien. Wenige 100 Meter neben heftigen Überflutugen seien offenbar „nur ein paar Tropfen“ herunterkommen.

Autor:

Björn Hadem aus Siegen

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