SZ-Verleger feiert Geburtstag

Heute vollendet SZ-Verleger Wolfgang Rothmaler sein 90. Lebensjahr. Foto: kalle

sob - „Man muss sich immer bemühen, den Menschen gerecht zu werden.“ Was Wolfgang Rothmaler, Verleger der Siegener Zeitung, in knappen Worten beschreibt, ist gleich in zweifacher Hinsicht Richtschnur: für sein eigenes Handeln und für seine Siegener Zeitung. Unter der Führung von Wolfgang Rothmaler, gestützt auf den Rückhalt von Ehefrau Mechtild und der Familie, hat das traditionsreiche Medienhaus in den vergangenen sechs Jahrzehnten eine Erfolgsgeschichte geschrieben – mit Menschen für Menschen. Heute vollendet der SZ-Verleger sein 90. Lebensjahr.

Nach Krieg, Abitur, kaufmännischer Lehre, Meisterprüfung als Schriftsetzer und Betriebsleiter-Diplom stieg Wolfgang Rothmaler 1951, bestens vertraut mit allen Facetten der „Schwarzen Kunst“, als Assistent der Geschäftsführung in das elterliche Unternehmen ein. Zwei Jahre zuvor war die Siegener Zeitung mit einer Auflage von rund 16.000 Exemplaren unter der Ägide des Grundgesetzes in die junge Bundesrepublik gestartet. Es war ein „Blitzstart“, denn schon kurze Zeit später drehten sich 24.000 Ausgaben auf den beiden Rotationsanlagen, auf denen das Baujahr 1902 und 1922 prangte.

Früh musste Wolfgang Rothmaler nach dem Tod des Vaters im Jahre 1957 in die Verantwortung rücken, in der Geschäftsführung unterstützt von seinem Vetter Heinz Vorländer. Die Errichtung einer neuen Rotation am Häutebachweg in den 70er-Jahren und die Umstellung vom Blei- auf den Fotosatz Anfang der 80er-Jahre waren nur zwei von vielen Investitionsentscheidungen, die den Aufschwung der Siegener Zeitung möglich machten. Neuen Techniken stets aufgeschlossen gegenüberzustehen und sie für die Zeitung zu nutzen, ist bis heute der Leitgedanke, an dem Wolfgang Rothmaler festhält.

Unternehmerische Verantwortung zu tragen, heißt für Wolfgang Rothmaler immer, Chancen und Risiken ehrlich abzuwägen und sich nicht vom schönen Schein blenden zu lassen. Das ist auch gut so – für die Zeitung, für die Belegschaft aus 350 fest angestellten Mitarbeitern, für die Verlegerfamilie und wohl auch für die Leserschaft.

So richtig „eng“ wurde es allerdings, als Anfang der 90er-Jahre der Neubau einer Rotationsanlage in Siegen nicht möglich war, das Projekt für das Verlagshaus aber immer drängender wurde. Heute noch ist Wolfgang Rothmaler der damaligen Gemeinde Netphen und ihrem Gemeindedirektor Ulf Stötzel dankbar, dass sie sich als Retter in der Not erwiesen und den Bau eines neuen Druckzentrums in Dreis-Tiefenbach ermöglichten.

In vielen Familien ist die „SZ“ seit Generationen zu Hause. Für den Verleger eine Verpflichtung, ein glaubwürdiger, nicht belehrend wirkender Begleiter zu sein. Nicht minder wichtig ist ihm: „Man muss auch das Positive berücksichtigen.“ Die Welt bestehe nicht nur aus Konflikten und Blutvergießen, sondern auch aus Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe und aus schönen Erlebnissen. Auch das soll sich in seiner Zeitung wiederfinden.

Bewährtes zu erhalten und auszubauen und neue Möglichkeiten für die Kommunikation zu nutzen, das ist über den 90. Geburtstag hinaus Richtschnur der gesamten SZ-Geschäftsführung. Mit Wolfgang Rothmaler, seiner Tochter Cornelie Rothmaler-Schön und seinem Sohn Johannes Rothmaler bleibt auch in diesem Punkt die Tradition des Familienunternehmens mehr als 190 Jahre nach der Gründung erhalten.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen