Mit Videochats gegen die Einsamkeit
Tablets ermöglichen Kontakt zu Angehörigen

Krankenpflegerin Johanna Salbach testet mit Rudolf Flender den Videochat auf einem Tablet.
  • Krankenpflegerin Johanna Salbach testet mit Rudolf Flender den Videochat auf einem Tablet.
  • Foto: Kreisklinikum
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

juka/sz Siegen. Seit vielen Monaten sind Besuche in den Siegener Krankenhäusern aufgrund des Coronavirus nur eingeschränkt möglich. Zur Advents- und nahenden Weihnachtszeit sehnen sich jedoch viele Patienten nach Kontakt zu ihren Liebsten. Da dies teilweise nicht direkt geschehen kann, hat das Kreisklinikum Siegen nun einen anderen Weg eingeschlagen, damit die Betroffenen zumindest virtuell den Kontakt mit der Familie herstellen können. Auf drei Stationen hat das Klinikum Tablets eingeführt, über die per Videochat zumindest ein bisschen Nähe aufgebaut werden kann.

Patienten in Isolation profitieren

„Der Schutz unserer Patienten sowie unserer Kollegen hat für uns oberste Priorität“, erklärt Armin Heck, Pflegedirektor des Kreisklinikums, im Hinblick auf die bestehende Besucherregelung und Hygienemaßnahmen. „Die Tablets sind daher eine tolle Möglichkeit, um gerade jenen Patienten, die sich bei uns in Isolation befinden, den Kontakt zu ihren Angehörigen zu ermöglichen und somit die Einsamkeit etwas zu mildern“, so Heck weiter. Besonders im Kreisklinikum sei dies relevant, da man als einziges Krankenhaus im Kreisgebiet eine ausgewiesene Isolierstation aufweist und so für die Versorgung von Corona-Patienten zuständig ist.

Bei den Betroffenen selbst kommt die Maßnahme jedenfalls gut an. „Auch wenn ich mich mit der Technik nicht auskenne, finde ich den Videochat allgemein eine gute Sache für alle Patienten. Ich kann zum Beispiel trotz der eingeschränkten Besucherregelung auch einen Teil meiner Familie sehen, der mich nicht besuchen kann“, freut sich Rudolf Flender. Damit solche virtuellen Besuche auch technisch reibungslos funktionieren, gab es für das Pflegepersonal auf den betreffenden Stationen, das nun für die Patienten den Kontakt zu den Angehörigen per Videochat herstellt, vor Ort eine kurze Einweisung.

Wichtige Angebote

Besonders psychologisch seien solche Angebote momentan wichtig, hebt Dr. Heiko Ullrich, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, hervor. „Gerade zur Advents- und Weihnachtszeit möchte niemand gerne im Krankenhaus sein. Daher kann es sowohl für unsere Patienten als auch für die Angehörigen eine große psychische Erleichterung sein, zumindest virtuell als Familie zusammen sein zu können“, erklärt Ullrich. „Eine emotionale Unterstützung durch geliebte Menschen zu erfahren, wirkt sich auch positiv auf den Genesungsprozess aus“, stellt der Chefarzt klar.
Vorrangig werden die Tablets ab sofort auf den Stationen eingesetzt, auf denen ältere Menschen oder Patienten, die sich aufgrund einer Corona-Infektion in Isolation befinden, liegen.

Autor:

Julian Kaiser (Volontär) aus Siegen

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