SZ

Von Routine keine Spur
Taucher der DLRG im Einsatz bei Erftstadt

Die Taucher aus Siegen und Attendorn waren Teil des Wasserrettungszugs der DLRG Westfalen, der unter anderem an der B265 bei Erftstadt gebraucht wurde.
  • Die Taucher aus Siegen und Attendorn waren Teil des Wasserrettungszugs der DLRG Westfalen, der unter anderem an der B265 bei Erftstadt gebraucht wurde.
  • Foto: Matthias Heinekamp/KSTA
  • hochgeladen von Marc Thomas

tip Siegen. Wenn das Wasser da ist, werden sie gerufen: die Helfer der deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG). Von Samstag bis Montag waren Taucher aus Siegen und Attendorn im Katastrophengebiet in Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Die Spezialisten halfen im Raum Erftstadt. Unter anderem waren sie auch auf der überfluteten B265 vor Ort.
Es sind keine Toten entdeckt worden
Auf der Bundesstraße waren mehr als 100 Fahrzeuge vom Hochwasser eingeschlossen worden. Der Rhein-Erft-Kreis hatte zunächst erklärt, es sei unklar, ob es alle Insassen rechtzeitig aus ihren Wagen geschafft hätten, als sie von den Wassermassen überrascht wurden. Am Montag dann vorsichtige Entwarnung: Tote seien nicht entdeckt worden, erklärte ein Sprecher des Rhein-Erft-Kreises.

tip Siegen. Wenn das Wasser da ist, werden sie gerufen: die Helfer der deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG). Von Samstag bis Montag waren Taucher aus Siegen und Attendorn im Katastrophengebiet in Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Die Spezialisten halfen im Raum Erftstadt. Unter anderem waren sie auch auf der überfluteten B265 vor Ort.

Es sind keine Toten entdeckt worden

Auf der Bundesstraße waren mehr als 100 Fahrzeuge vom Hochwasser eingeschlossen worden. Der Rhein-Erft-Kreis hatte zunächst erklärt, es sei unklar, ob es alle Insassen rechtzeitig aus ihren Wagen geschafft hätten, als sie von den Wassermassen überrascht wurden. Am Montag dann vorsichtige Entwarnung: Tote seien nicht entdeckt worden, erklärte ein Sprecher des Rhein-Erft-Kreises. Allerdings gebe es noch ein Regenrückhaltebecken in der Nähe der Straße, das noch ausgepumpt werde.

Einsatzleiter und Tauchreferent DLRG Siegen-Wittgenstein
Den Tauchern aus Siegen und Attendorn, die als Teil eines Wasserrettungzuges (WRZ) der DLRG Westfalen vor Ort waren, bot sich ein recht undurchsichtiges Bild. „Wir sind für solche Lagen ausgebildet worden. Aber von Routine konnte hier natürlich keine Rede sein”, berichtet Marvin Schneider, Tauchreferent und Einsatzleiter beim DLRG Bezirk Siegen-Wittgenstein, der SZ. „Immer wieder mussten wir uns den Gegebenheiten vor Ort anpassen.”

,,Vor allem für die Kollegen, die solche Lagen nur aus Übungssituationen kannten, waren die letzten Tage schon sehr beeindruckend.”
Marvin Schneider
Einsatzleiter und Tauchreferent DLRG Siegen-Wittgenstein

Dabei waren die Retter aus Südwestfalen schon auf einigermaßen gute Strukturen gestoßen. Im Bereich Erftstadt sei die „ad-hoc-Phase” beim Eintreffen bereits vorbei gewesen. Die Infrastruktur, so Schneider, habe gut funktioniert. Der Tauchtrupp habe beispielsweise recht geregelte Tagesabläufe gehabt. „Übernachten konnten wir in einer hergerichteten Realschule. Dort waren nicht nur Einsatzkräfte untergebracht, sondern auch Opfer der Flutkatastrophe, die kein Zuhause mehr hatten.”

Die Taucher sind auf Strömungsrettung spezialisiert

Tagsüber rückten die Helfer zu ihren Einsätzen aus. Zusammen mit dem Tauchtrupp der DLRG Attendorn bildeten die Siegener innerhalb des WRZ 4 die Tauchgruppe. Mit Hochwasserbooten ging es los zu Erkundungsfahrten. Unter anderem, um Deiche zu inspizieren. Auch das besagte Regenrückhaltebecken an der B265 wurde untersucht. Dabei kamen auch Sonargeräte zum Einsatz.
Die Siegener sind auf die so genannte Strömungsrettung spezialisiert. Dabei geht es auch um Einsätze im Hochwasser. Die Taucher werden grundsätzlich im Team eingesetzt und sind durch eine spezielle Schutzausrüstung vor den besonderen Gefahren in Überschwemmungsgebieten geschützt.

„2013 waren wir beim Hochwasser an der Elbe im Einsatz. In NRW war das unser erster Einsatz dieser Art. Vor allem für die Kollegen, die solche Lagen nur aus Übungssituationen kannten, waren die letzten Tage schon sehr beeindruckend”, berichtet Marvin Schneider. Er rechnet nicht damit, dass die Siegener noch einmal ausrücken müssten. Die Hochwasserlage entspannt sich im Westen von Tag zu Tag.

Autor:

Tim Plachner

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