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Kirchhundemer bereits wegen Missbrauchs verurteilt
Tausende Fotos mit kinderpornografischem Inhalt

Der Angeklagte wurde 2009 zu fünf Jahren Haft wegen Missbrauchs verurteilt.

mick Siegen/Kirchhundem. Wegen Missbrauchs an einem Mädchen wurde 2009 ein 39-Jähriger aus Kirchhundem zu fünf Jahren verurteilt. Danach saß er noch einmal eineinhalb Jahre, weil er gegen die Vorgaben der Führungsaufsicht verstoßen hatte. Jetzt steht der Mann wieder vor Gericht.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm den strafbaren Besitz von mehr als 7000 Fotos und Videos mit jugend- und vornehmlich kinderpornografischen Inhalten vor, die im Mai 2020 bei einer Routineüberprüfung von der Olper Polizei gefunden wurden.
Dazu kommt das Hochladen einiger Hentai-Bilder auf einer russischen Internetplattform – das sind japanische Comics pornografischen Inhalts. Und nicht zuletzt hat der Mann mit dem Verfügen über internetfähige Geräte erneut gegen die Führungsaufsicht verstoßen.

mick Siegen/Kirchhundem. Wegen Missbrauchs an einem Mädchen wurde 2009 ein 39-Jähriger aus Kirchhundem zu fünf Jahren verurteilt. Danach saß er noch einmal eineinhalb Jahre, weil er gegen die Vorgaben der Führungsaufsicht verstoßen hatte. Jetzt steht der Mann wieder vor Gericht.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm den strafbaren Besitz von mehr als 7000 Fotos und Videos mit jugend- und vornehmlich kinderpornografischen Inhalten vor, die im Mai 2020 bei einer Routineüberprüfung von der Olper Polizei gefunden wurden.
Dazu kommt das Hochladen einiger Hentai-Bilder auf einer russischen Internetplattform – das sind japanische Comics pornografischen Inhalts. Und nicht zuletzt hat der Mann mit dem Verfügen über internetfähige Geräte erneut gegen die Führungsaufsicht verstoßen.

Angeklagter gibt Vorwürfe zu

Das sei alles so gewesen, „da kann ich nichts beschönigen und bestreiten“, gab der Angeklagte zu. Er ist seit Mitte 2019 wegen anhaltender Depressionen arbeitsunfähig geschrieben. Dazu kam Corona. Wenige persönliche Kontakte, viel Langeweile und Frust, damit begründet er den Rückfall. Bewährungshelferin Cornelia Pohl sieht dagegen einen Mangel an Struktur, vor allem aber die Tatsache, dass der Angeklagte riskante Situationen förmlich suche.

39-Jähriger begibt sich aktiv in heikle Situationen

Er habe praktisch nur deutlich jüngere Bekannte, bei denen er Anerkennung suche, zugleich aber immer wieder in die Gefahr gerate, junge Mädchen zu treffen. Bei seiner Haft in der sozialtherapeutischen Anstalt Gelsenkirchen sei eine sexuelle Prägung auf präpubertierende Mädchen im Alter von neun bis zwölf Jahren festgestellt worden. Die Sozialarbeiterin sieht keine positiven Aussichten für eine ambulante Behandlung.

Missbrauchtes Mädchen auf den Fotos

Bei der Durchsuchung wurden auch Fotos jenes Mädchens gefunden, für dessen Missbrauch der Angeklagte 2009 verurteilt worden ist. Er habe die Bilder paketweise heruntergeladen und sei dabei zufällig darauf gestoßen. Die Fotos seien von ihm, nickte er auf eine Frage der Vorsitzenden. Hochgeladen habe er damals aber nichts, nur getauscht. Ein anderer müsse sie ins Netz gestellt haben.
Die Fotos und Videos, die am ersten Verhandlungstag aus den Akten in Augenschein genommen werden sollten, wollte der Angeklagte „nicht unbedingt“ noch mal sehen, entgegnete er auf Nachfrage seines Verteidigers Thomas Trapp. Der entlockte ihm auch noch, dass es zu keiner realen Begegnung mit einem Kind gekommen sei.

Vater möchte keine Einzelheiten wissen

Als Zeugen waren noch Schwester und Vater geladen, die beide hoffen, dass der 39-Jährige seine Krankheit akzeptiert und bearbeitet. Ihren Sohn habe sie nie allein mit dem Angeklagten gelassen, sagte die Schwester. Ihr Bruder sei zwar auf Mädchen geprägt, doch „wenn mein Sohn hinterher ankäme, das könnte ich mir nie verzeihen“. Der Vater habe den Angeklagten nach der Entlassung aus der Haft „befreit“ erlebt. Er bedauere die Antriebslosigkeit seines Sohns, der „alles immer so nimmt, wie er es bekommt“. Über dessen Neigungen hätten sie nie ausführlicher gesprochen. „Ich weiß, dass er pädophil veranlagt ist und an sich arbeiten muss. Einzelheiten möchte ich nicht wissen.“ Der Prozess wird am 13. Januar fortgesetzt.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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