Siegtal Pur 2019
Tausende rollten flussabwärts

Das Schönste an Siegtal pur? Na klar, das sind die Pausen – und die Pommes.
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  • Das Schönste an Siegtal pur? Na klar, das sind die Pausen – und die Pommes.
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dima Siegen. Kein Zweifel: Siegtal pur, der Klassiker für alle, die einen Tag lang ohne Auto, Motorrad, Flugzeug, also schlichtweg ohne Motor, dafür aber mit allem, was sonst noch Räder hat, gen Siegmündung rollen wollen, wird immer bunter.

Die Gefährte werden immer vielfältiger, auf der Bahn reihten sich am Sonntag oft Innovation an Innovation und manchmal sah man Konstrukteure rollen, die das Rad zumindest für den Eigengebrauch neu erfunden hatten.

Tausende Menschen begeisterten sich wieder an den autofreien Straßen und Tunneln zwischen Netphen und Siegburg und machten sich zumeist lautlos auf den Weg flußab- oder aufwärts durchs Siegtal. Geräusche verursachten allenfalls die groben Stollen mancher Mountainbikes, deren Räder immer dicker werden und die offenbar für eine erneute Mondlandung geeignet sind. Oder aber die Lautsprecher, über die die Teilnehmer ihren radelnden Nachbarn mitteilten, welche Musik sie gerade favorisieren.

Die Geschwindigkeit war dabei den allermeisten ziemlich egal. Natürlich bis auf diejenigen, die die kostbare autofreie Zeitspanne für eine zusätzliche Trainingseinheit auf ihrem Hochleistungsrennrad nutzten. 115 Kilometer standen zur Verfügung. Erneut wurde die Strecke zwischen Siegquelle und Netphen aufgrund von Baustellen ausgespart. Im Kreis Siegen-Wittgenstein waren damit „nur“ noch 14,5 Kilometer autofrei. Der Rest schlängelte sich durch den Landkreis Altenkirchen und durch den Rhein-Sieg-Kreis.

Auf der Teilstrecke im Kreis Siegen-Wittgenstein mussten bis gestern Nachmittag 15-mal Sanitäter zur Hilfe eilen. Fünf Teilnehmer der Veranstaltung hätten ins Krankenhaus transportiert werden müssen, teilte Thomas Tremmel von der Verwaltung mit. Die Verletzungen hätten bis hin zur Gehirnerschütterung gereicht.

Wieviele Ortsvereine sich an der bunten Veranstaltung beteiligten, konnte die Kreisverwaltung gestern nicht sagen. Es dürften aber wieder viele, viele gewesen sein, die ihren Teil zum Gelingen von Siegtal pur beigetragen haben. Ganz genau gezählt hatte die Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein dagegen die Schafe, die gestern morgen ohne Sondererlaubnis die Strecke bei Netphen querten: Das waren demnach 400. Und: Drei Graffitisprayer seien gefasst worden. Denen war das Siegtal am Sonntag offenbar noch nicht bunt genug.

Autor:

Dirk Manderbach (Redakteur) aus Siegen

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