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Infizierung mit dem Coronavirus
Tendenz: Mehr junge Leute betroffen

Corona kann jeden treffen. Die einzelnen Balken zeigen die gesamten Fallzahlen der Altersgruppen (anteilig der betroffenen Frauen und Männer) in den Kreisen Siegen-Wittgenstein, Altenkirchen und Olpe. Zu beachten ist, dass es sich hier um die absoluten Fallzahlen handelt.
  • Corona kann jeden treffen. Die einzelnen Balken zeigen die gesamten Fallzahlen der Altersgruppen (anteilig der betroffenen Frauen und Männer) in den Kreisen Siegen-Wittgenstein, Altenkirchen und Olpe. Zu beachten ist, dass es sich hier um die absoluten Fallzahlen handelt.
  • Foto: SZ-Grafik
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sp Siegen/Olpe/Betzdorf. Ein Blick auf die Zahlen aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein (rund 277 000 Einwohner), Olpe (ca. 135 000 Einwohner) und Altenkirchen (rund 130 000 Einwohner) zeigt: Corona kann jeden treffen, Männer wie Frauen und Personen aus unterschiedlichen Altersgruppen. Auffällig ist aber, dass sich viele Personen im Alter zwischen 35 und 59 Jahren nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben. Dr. med. Andreas Farnschläder, leitender hygienebeauftragter Arzt im St.-Marien-Krankenhaus in Siegen, vermutet, dass diese Gruppe etwas unbekümmerter ist. Er warnt: „Man darf nicht denken ,Mir kann das nichts anhaben, ich gehöre nicht zur Risikogruppe.’ Man darf sich nicht in falscher Sicherheit wiegen.

sp Siegen/Olpe/Betzdorf. Ein Blick auf die Zahlen aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein (rund 277 000 Einwohner), Olpe (ca. 135 000 Einwohner) und Altenkirchen (rund 130 000 Einwohner) zeigt: Corona kann jeden treffen, Männer wie Frauen und Personen aus unterschiedlichen Altersgruppen. Auffällig ist aber, dass sich viele Personen im Alter zwischen 35 und 59 Jahren nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben. Dr. med. Andreas Farnschläder, leitender hygienebeauftragter Arzt im St.-Marien-Krankenhaus in Siegen, vermutet, dass diese Gruppe etwas unbekümmerter ist. Er warnt: „Man darf nicht denken ,Mir kann das nichts anhaben, ich gehöre nicht zur Risikogruppe.’ Man darf sich nicht in falscher Sicherheit wiegen.“ Besonders, da die Langzeitfolgen des Virus noch nicht vollständig bekannt seien.

Senioren achten eher auf sich

Dass weniger Fälle bei Personen im Alter zwischen 60 und 79 Jahren gemeldet sind, erklärt der Mediziner damit, dass sich diese Gruppe tendenziell an die Vorgaben halte und mehr auf sich achte. Und diese Personen lebten zumeist noch nicht in Alten- oder Pflegeheimen. Die Zahlen bei den über 80-Jährigen erklärt Farnschläder mit den Ausbrüchen in Seniorenzentren. Im Kreis Altenkirchen beispielsweise waren es bislang 30 Frauen über 80 Jahre, die nachweislich infiziert waren. Der Kreis bestätigt auf Nachfrage, dass dies mit dem größeren Ausbruch im Alten- und Pflegeheim St. Vinzenzhaus in Gebhardshain zusammenhängt.
Auch im Kreis Olpe seien überdurchschnittlich viele Fälle bei den über 80-Jährigen entdeckt worden, bestätigt der zuständige Fachbereichsleiter Michael Färber. Ursache dafür seien die häufigen und systematischen Testungen des Kreises in den Einrichtungen der Pflege und Behindertenhilfe, die insbesondere im Frühjahr 2020 durchgeführt wurden.

Frauen leben länger als Männer

Genau das sei der Grund gewesen, warum man anfangs die starken Beschränkungen in den Altenheimen angeordnet habe, verdeutlicht Andreas Farnschläder, jetzt aber könne man besser mit der Situation umgehen. Dass die Anzahl der Coronafälle bei den Frauen in dieser Altersgruppe höher sei, hänge damit zusammen, dass Frauen länger lebten als Männer und dementsprechend auch häufiger in Seniorenzentren.

Private Feiern und Urlaub in Risikogebieten

Bei den infizierten Personen jüngeren und mittleren Alters geht Farnschläder davon aus, dass sie sich vor allem bei privaten Feiern angesteckt haben oder aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind. Der Mediziner rechnet damit, dass durch den Regelbetrieb an Schulen und in Kindergärten die Zahl der Fälle bei den jüngeren Altersgruppen (Fünf- bis 14-Jährige und auch darüber hinaus) weiter steigen wird. „Es hängt wirklich davon ab, ob die Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Die Bedeutung darf nicht unterschätzt werden.“

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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