High-Tech-Blitzer in Siegen
„Testschüsse“ überzeugten

Vor allem in 30er-Zonen, vor Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen soll der High-Tech-Blitzer eingesetzt werden. Foto: kay

kay Siegen. Beim ersten Hinschauen könnte man es für einen Tarnkappenbomber des Militärs oder einen Campinganhänger halten, doch weit gefehlt. Bei diesem seltsamen „Ding“, das in den vergangenen Tagen öfters an Straßen im Siegener Stadtgebiet gesichtet wurde, handelt es sich um ein hochmodernes System zur Verkehrsüberwachung. Es hat den klangvollen Namen „Enforcement Trailer“. Umgangssprachlich könnte man auch einfach nur sagen, es handelt sich um einen „Blitzer“.

Das 1,3 Tonnen schwere Gerät kann für den Messbetrieb komplett abgesenkt werden, so dass die Räder in der gepanzerten Verkleidung verschwinden. Am Freitag wurden am Lindenberg mehrere Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung der Stadt Siegen, die das 150 000 Euro teure Gerät gemietet hat, von einem Mitarbeiter der Herstellerfirma in die halbstationäre Anlage eingewiesen. Personalsparend – nach der Einrichtung ist kein Bedienpersonal mehr notwendig – kann die Radarfalle für mehrere Tage am Straßenrand abgestellt werden und seinen vorgesehenen Zweck erfüllen, nämlich Verkehrssünder überführen.

Einsatz in 30er-Zonen und vor Schulen

„Der Enforcement Trailer wird im Rahmen einer neuen Offensive gegen Raser überwiegend in Tempo-30-Strecken, vor Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen eingesetzt. Ein weiterer Verwendungszweck wird der Einsatz gegen nächtliches Rasen im Innenstadtbereich sein. Er wird offen und nicht versteckt an den Straßen stehen“, so Christoph Schmelzer von der Verkehrsüberwachung der Stadt Siegen.

Nach ersten „Testschüssen“ am Lindenberg zeigte sich schnell, dass das Gerät seinen Zweck zur Zufriedenheit aller erfüllt. Etliche Fahrzeuge fuhren mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch das Sichtfeld der Anlage und wurden überführt.

Weitere Überwachungsfunktionen

Neben der Geschwindigkeit einzelner Kraftfahrzeuge können aber auch diverse andere Dinge überwacht werden, als da wären die gleichzeitige Messung mehrerer Fahrzeuge auf unterschiedlichen Fahrstreifen, die Überwachung uhrzeitabhängiger Durchfahrtsverbote und die Einhaltung von Gewichtsbeschränkungen, wie zum Beispiel eine Sperrung für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen. Letzteres wird an Hand der gemessenen Höhen festgemacht. Im Nachgang wird dann überprüft, ob eine Beschränkung im Einzelfall vorlag oder eben nicht.

Autor:

Kay-Helge Hercher (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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