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Corona-Tests ab 11. Oktober kostenpflichtig
Testzentren müssen neu kalkulieren

Der Andrang in den Testzentren schwankt zeitlich und räumlich. Ob und wie es weitergeht, hängt u. a. vom Gesetzgeber ab und natürlich von der Entwicklung der Pandemie.
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  • Der Andrang in den Testzentren schwankt zeitlich und räumlich. Ob und wie es weitergeht, hängt u. a. vom Gesetzgeber ab und natürlich von der Entwicklung der Pandemie.
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gro Siegen. Am Supermarktparkplatz, im Einkaufszentrum oder in der Apotheke – erst gab es überall Stationen für Corona-Schnelltests. Doch dann sanken Vergütung und Inzidenzen. Welche Folgen haben nun die 3-G-Regel, die fortschreitende Impfkampagne und das baldige Ende der kostenlosen Bürger-Tests auf die Anbieter? Lohnt sich das Geschäft künftig noch? Die SZ hat sich bei zwei Betreibern aus der Region umgehört.

„Wir sind zurzeit noch im Gespräch mit den Ortsvereinen, wie es in Zukunft weitergehen soll“, sagt Marcus Sting, Pressesprecher des Deutschen Roten Kreuzes Siegen-Wittgenstein. Zurzeit fehle es an Informationen. „Es ist schwierig, etwas zu planen, da einige der Rahmenbedingungen noch gar nicht feststehen“, räumt Sting ein. Man warte auf Anweisungen von der Bundesregierung.

gro Siegen. Am Supermarktparkplatz, im Einkaufszentrum oder in der Apotheke – erst gab es überall Stationen für Corona-Schnelltests. Doch dann sanken Vergütung und Inzidenzen. Welche Folgen haben nun die 3-G-Regel, die fortschreitende Impfkampagne und das baldige Ende der kostenlosen Bürger-Tests auf die Anbieter? Lohnt sich das Geschäft künftig noch? Die SZ hat sich bei zwei Betreibern aus der Region umgehört.

Marcus Sting, Pressesprecher vom DRK Siegen-Wittgenstein, hofft, dass der Großteil der Testzentren bestehen bleiben.
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„Wir sind zurzeit noch im Gespräch mit den Ortsvereinen, wie es in Zukunft weitergehen soll“, sagt Marcus Sting, Pressesprecher des Deutschen Roten Kreuzes Siegen-Wittgenstein. Zurzeit fehle es an Informationen. „Es ist schwierig, etwas zu planen, da einige der Rahmenbedingungen noch gar nicht feststehen“, räumt Sting ein. Man warte auf Anweisungen von der Bundesregierung. Ein großes Fragezeichen: die Bezahlung der Dienstleistung durch den Kunden. „Hier ist noch gar nicht klar, ob wir das über unsere Plattform abrechnen können oder ob wir andere Bezahlmöglichkeiten anbieten müssen“, sagt Sting stirnrunzelnd. Ziel sei ein einheitlicher Preis für alle DRK-Teststellen in Siegen-Wittgenstein. Die Nachfrage nach Tests sei ganz unterschiedlich. „Wir haben große regionale Schwankungen. Auch gibt es immer wieder bessere und schlechtere Phasen“, weiß Sting.

Corona-Testzentrum in Obersdorf machte dicht

Das Testzentrum in Obersdorf beispielsweise machte wegen zu geringer Nachfrage vorübergehend dicht. Man wolle sich jedoch bemühen, möglichst viele Testzentren offenzuhalten. Dass nicht alle Zelte abgebaut werden, mache durchaus Sinn. „Denn wir wissen ja nicht, wie sich die pandemische Lage verändert. Und wir haben aus der Vergangenheit gelernt, dass auch die gesetzlichen Bestimmungen sich jederzeit wieder ändern können“, fügt er hinzu.

So wie am Donnerstag, als Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) etwas Fahrt in die Überlegungen brachte. Denn Kinder von zwölf bis 17 Jahren und auch Schwangere sollen sich demnach jetzt noch bis Jahresende kostenlos testen lassen können. „Für beide Gruppen ist die Impf-Empfehlung erst kürzlich gekommen“, begründete Spahn im Gespräch mit einer Zeitung.

Schnelltestzentrum an der Siegerlandhalle bleibt vorerst

Ein Grund mehr auch für Thomas Füllengraben, sein Schnelltestzentrum an der Siegerlandhalle vorerst weiter zu betreiben. „Wir haben mit der Stadt Siegen vereinbart, dass wir zunächst bis Ende Oktober auf dem Parkplatz der Siegerlandhalle bleiben können“, sagt Füllengraben.

Zum Corona-Test ins Drive-in

Die Verkehrsführung sei so angepasst worden, dass man so wenig Fläche wie möglich beanspruche. „Wir haben eigentlich hohe Frequenzzahlen“, meint Füllengraben. In der Woche führe man in der Regel 300 bis 400 Tests am Tag durch. „Und am Wochenende können es auch mal mehr werden.“ Er sehe demnach keinen Grund, das Zentrum in naher Zukunft zu schließen. „Wir wollen in nächster Zeit auch versuchen, PCR-Tests zum sehr günstigen Preis anzubieten“, sagt der Betreiber. Die böten in der Regel interessantere Preisgestaltungsmöglichkeiten. Füllengraben: „Wir sehen hier noch Potenzial.“

Weniger Vergütung Seit März 2021 wurden die Bürgertests bundesweit über die Kassenärztliche Vereinigung vom Bund abgerechnet und bezahlt. Pro durchgeführtem Test wurde die Abstrichleistung mit zwölf Euro vergütet und pro Testkit gibt es maximal sechs Euro, in der Summe also 18 Euro – und damit mehr, als die Zentren pro Test ausgeben mussten. Seit Juli sind es bereits nur noch acht Euro pro Abstrich und für das Testkit pauschal 3,50 Euro, zusammen also 11,50 Euro. Doch das alles hat bald ein Ende – ab dem 11. Oktober werden die Bürger-Corona-Tests kostenpflichtig. Ungeimpfte, die am gesellschaftlichen Leben teilnehmen wollen, müssen dann ihre Tests aus eigener Tasche zahlen. Ausgenommen davon sind Menschen, die sich nicht impfen lassen können, wie Schwangere sowie – zurzeit noch – Kinder unter zwölf Jahren.
Der Andrang in den Testzentren schwankt zeitlich und räumlich. Ob und wie es weitergeht, hängt u. a. vom Gesetzgeber ab und natürlich von der Entwicklung der Pandemie.
Marcus Sting, Pressesprecher vom DRK Siegen-Wittgenstein, hofft, dass der Großteil der Testzentren bestehen bleiben.
Autor:

Sarah Groos

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