Thyssen-Krupp hofft auf Abrissgenehmigung

Derzeit werden Sicherungsarbeiten am Hochhaus in Geisweid durchgeführt

JaK Geisweid. Es tut sich was am ehemaligen Verwaltungsstandort der Firma Thyssen-Krupp in Geisweid. Seit einigen Tagen wird die Außenhaut des Gebäudes mit Netzen gesichert, um Gefahren für Passanten und vorbeifahrende Autos durch eventuell herunterfallende Fassadenplatten aus Muschelkalk zu vermeiden. »Wir nehmen damit unsere Verkehrssicherungspflicht wahr«, erklärte Bettina Benner, Pressesprecherin der Immobilien-Sparte Thyssen-Krupps. Doch wie lange die Bürger die Fassade mit dem jetzt installierten Sicherungsnetz noch sehen werden, ist fraglich.

Schließlich reichte der Stahl-Riese ein Gutachten bei der Stadt Siegen ein, um den Denkmalschutz des Hochhauses zu kippen und somit die Genehmigung für einen Abriss zu erwirken. »Es gab Gespräche zwischen der Firma und unserer Bauaufsichtsbehörde«, bestätigte in diesem Zusammenhang die städtische Pressesprecherin, Dr. Sabine Schutz, auf SZ-Anfrage: »Thyssen-Krupp hat den Antrag für eine Abrissgenehmigung gestellt.«

An dieser Stelle kommt jedoch wieder das Westfälische Amt für Denkmalpflege zum Zug. Das von Thyssen-Krupp in Auftrag gegebene Gutachten hat die Kommune nach Münster weitergeleitet. Doch dort will man im Bezug auf das »laufende Verfahren« derzeit keine Angaben machen. Thyssen-Krupp hingegen hat schon erste Vorstellungen. Bettina Benner: »Wir hoffen darauf, dass wir die Abrissgenehmigung im kommenden Jahr bekommen.« Und dann könnte das Vorhaben, das bereits seit ein paar Jahren auf der Wunschliste des Unternehmens steht, endlich verwirklicht werden. Bis vor rund drei Jahren waren in dem Hochhaus, das Ende der 1950er Jahre gebaut wurde, noch Teile der Verwaltung angesiedelt gewesen. Doch die zogen nach der Fertigstellung eines Neubaus nach Eichen.

Was auf dem günstig gelegenen Gelände einmal entstehen könnte, wenn die Abrissbagger das Bauwerk dem Erdboden gleich gemacht haben, weiß noch niemand. Klar scheint nur zu sein, dass für das jetzige Gebäude kein neuer Nutzer mehr gefunden werden kann. Hohe Investitionen in den Brandschutz wären nötig, um es weiter zu nutzen. Und das war seinerzeit ein Grund, der die Firma Thyssen-Krupp zum Umzug bewegt hatte.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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