Tierheim „am oberen Limit“

juli Siegen. Sommerzeit, Reisezeit: Während sich die meisten Menschen in unseren Breitengraden auf ein paar unbeschwerte Wochen an der Algarve oder in den Alpen freuen, blicken viele „störende“ Haustiere in eine eher traurige Zukunft: Hunde werden an Pfosten gebunden und von ihren Herrchen verlassen. Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen werden in Kisten ausgesetzt.

Nicht nur Sammelunterkünfte für Touristen, auch die Herbergen für Tiere haben im Moment „Hochkonjunktur“. Anders als Hoteliers freut sich das Tierheim Siegen allerdings nicht über den Andrang. Am Anfang der Ferien sei noch wenig los gewesen, sagt Tierpflegerin Susanne Schneider. „Zwei Wochen später aber ging es so richtig los.“ Sie hätten 15 Prozent mehr Tiere aller Arten als sonst im Sommer: 46 Hunde, über 80 Katzen und 180 Kleintiere bewohnen das Heim am Heidenberg zurzeit. Das liegt wohl kaum daran, dass in diesem Jahr mehr Leute verreisen als sonst. Immer mehr Leute gäben ihre Tiere wohl aus wirtschaftlichen Gründen ab, vermutet Schneider.

„Wir sind am oberen Limit angekommen“, sagt sie. Deshalb herrscht im Tierheim Siegen momentan Aufnahmestopp. Fundtiere aus dem Kreisgebiet müssten sie aufnehmen. Wer aber mit seinem Haustier direkt im Tierheim vorstellig wird – mancher mit fadenscheiniger Erklärung – blitzt zurzeit ab, es sei denn, es liegt ein Notfall vor.

Einen Betrugsversuch schildert Schneider: Eine Frau gab drei angebliche Findlinge ab. Sie behauptete, ein Meerschweinchen, ein Kaninchen und einen Agaporniden, das ist ein Vogel, in einer Kiste gefunden zu haben. Anhand des Rings, den der Vogel trug, kam aber heraus, dass sie das Tier kurz zuvor in einer Tierhandlung gekauft hatte. „Vielleicht wollte sie die Abgabegebühr sparen“, vermutet Schneider. Der Tierschutzverein will nun rechtliche Schritte gegen die Frau einleiten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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