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Sofa nur als kurzzeitige Notlösung
Tipps fürs Homeoffice

Kurzfristig kann das Sofa als Arbeitsbereich genutzt werden - auf Dauer sollte man aber auf Ergonomie achten.
  • Kurzfristig kann das Sofa als Arbeitsbereich genutzt werden - auf Dauer sollte man aber auf Ergonomie achten.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

juka Siegen. Raus aus dem Büro, rein ins Homeoffice. Die Corona-Pandemie hat das Arbeitsleben vieler Beschäftigter ordentlich durcheinander gewirbelt. Selbst Berufsgruppen, die wohl niemals damit gerechnet hätten, finden sich plötzlich mit ihrer Arbeit in den eigenen vier Wänden wieder. Dann entstehen oft einige Probleme und Baustellen. Besonders für Beschäftigte, die Pandemie-bedingt erstmals im Homeoffice arbeiten.
Die Technische AusrüstungDie Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Homeoffice. Im Optimalfall, der allerdings nur selten eintritt, findet sich in den eigenen vier Wänden eine gleichwertige Hardware wie im Büro im Unternehmen vor. Zudem sollten eine ausreichend schnelle Internetverbindung sowie eine funktionierende Netzwerkanbindung sichergestellt sein.

juka Siegen. Raus aus dem Büro, rein ins Homeoffice. Die Corona-Pandemie hat das Arbeitsleben vieler Beschäftigter ordentlich durcheinander gewirbelt. Selbst Berufsgruppen, die wohl niemals damit gerechnet hätten, finden sich plötzlich mit ihrer Arbeit in den eigenen vier Wänden wieder. Dann entstehen oft einige Probleme und Baustellen. Besonders für Beschäftigte, die Pandemie-bedingt erstmals im Homeoffice arbeiten.

Die Technische Ausrüstung

Die Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Homeoffice. Im Optimalfall, der allerdings nur selten eintritt, findet sich in den eigenen vier Wänden eine gleichwertige Hardware wie im Büro im Unternehmen vor. Zudem sollten eine ausreichend schnelle Internetverbindung sowie eine funktionierende Netzwerkanbindung sichergestellt sein. „Das klingt zunächst gar nicht typisch nach medizinischer Sicht, ist aber essentiell“, betont Nikolaus Zarmutek, Facharzt für Arbeitsmedizin am Arbeitsmedizinischen Zentrum Siegerland (AMZ). „PC-Abstürze, instabile Verbindungen mit Unterbrechungen oder verlangsamte Software-Prozesse sind sonst von vornherein Stressfaktoren im Sinne einer psychischen Belastung für die Beschäftigten“, erklärt Zarmutek. Daher sollte die Einrichtung des Homeoffice im Idealfall von IT-Experten eines Unternehmens vorbereitet und begleitet werden.

Die Einrichtung im Homeoffice

„Den Küchentisch oder das Sofa als Arbeitsbereich zu nutzen, kann als Notlösung kurzfristig funktionieren – auf Dauer sollte man aber auf Ergonomie achten und den Arbeitsplatz so anlegen, dass man ungestört tätig sein kann“, mahnt Klaus Reuter, Obermeister der Tischler-Innung Westfalen-Süd. Mit der richtigen Planung müsse man zu Hause auf keinerlei Annehmlichkeiten verzichten. Im Gegenteil. So lasse sich ein individuell eingerichteter Arbeitsplatz auf die persönlichen Bedürfnisse und Anforderungen zuschneiden.
Zarmutek hat festgestellt, dass sich viele Beschäftigte mit provisorischen Lösungen zufrieden gäben. „Wenn dann aus Wochen Monate werden oder sogar eine Dauereinrichtung daraus wird, muss man die Arbeitnehmer noch einmal diesbezüglich sensibilisieren und beraten“, nimmt der Facharzt auch die Arbeitgeber in die Pflicht, die seiner Meinung nach aktiv bei der Beschaffung von Arbeitsmitteln unterstützen müssten. Besonders entscheidend seien dabei ein geeigneter Bürostuhl, eine ausreichend große Arbeitsfläche in richtiger Höhe sowie eine gute Beleuchtung. Aber auch das Fehlen von akustischen Störungen und Ablenkungen sei nicht zu unterschätzen.

Sitzen, stehen, bewegen

„Früher galt, dass aufrechtes Sitzen am besten für den Rücken sei. Das ist mittlerweile überholt“, betont Klaus Reuter. „Wer seinen Rücken schonen möchte, sollte sich regelmäßig bewegen.“ Als Faustregel gelte, dass man einen regelmäßigen Wechsel zwischen Sitzen (60 Prozent), Stehen (30 Prozent) und Bewegung (10 Prozent) durchführen sollte.

Abgrenzung von der Arbeit

Neben der nicht ausreichenden Gestaltung des Arbeitsplatzes sei die fehlende oder mangelnde Abgrenzung zum Privatleben der zweitgrößte Fehler im Homeoffice, hat Nikolaus Zarmutek ausgemacht. „Insbesondere im Kontext Arbeitszeit und Erreichbarkeit. Die Beschäftigten müssen lernen, auch zu Hause den Arbeitstag nach einer bestimmten Zeit zu beenden und ihr E-Mail-Postfach nicht mehr bis in den späten Abend abzufragen“, fordert der AMZ-Facharzt. Auch die Inanspruchnahme von Pausen müsse beachtet werden. Von solchen „Fehlern“ hätten schon einige Betroffene berichtet. „Bei der Mehrzahl handelt es sich dabei um Beschäftigte, die aufgrund der Pandemie ins Homeoffice gewechselt sind.“

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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