Tod eines Seniorenheim-Bewohners

 Trotz des massiven Einsatzes der Feuerwehr kam am 2. April beim Brand im Fritz-Fries-Seniorenzentrum der 78-jährige Gerhard F. ums Leben. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt das Verfahren eingestellt. Archivfoto: ch
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kalle - Der 2. April dieses Jahres endete für die Bewohner und die Mitarbeiter des Fritz-Fries-Seniorenzentrums auf dem Rosterberg mit einer Tragödie. An diesem Montag kam es in der AWo-Einrichtung im Erdgeschoss in einem der Bewohnerzimmer zu einem Brand. Dabei verlor der der 78-jährige Gerhard F. sein Leben. Er verbrannte hilflos in seinem Bett, nachdem er geraucht hatte. Die Polizei ermittelte dann auch als Ursache den „fahrlässigen Umgang mit Tabakwaren“. 

Schnell keimte der Verdacht, dass der Feuermelder im Zimmer womöglich nicht korrekt eingestellt gewesen war und damit der Alarm in der Leitstelle zu spät aufgelaufen sei. Das Geräte war jedoch derart verkokelt, dass man keine Daten mehr auslesen konnte.

Die Siegener Staatsanwaltschaft wollte im Rahmen ihrer Ermittlungen auf Nummer sicher gehen. Sie schaltete verschiedene Brandsachverständige ein. In Enspel im Westerwaldkreis wurde der Zimmerbrand nachgestellt. Staatsanwalt Philipp Scharfenbaum, der den Fall übernommen hatte: „Wir haben das Raucherzimmer in einem Container nachbauen lassen. Ein baugleiches Bett wurde dort aufgestellt, und sogar ähnliche Bettwäsche wurde aufgezogen. Danach wurden drei Feuermelder in gleicher Zimmerhöhe installiert, die unterschiedliche ,Scharfeinstellungen’ bei der Auslösung hatten. Das Ergebnis war doch überraschend: Alle drei Feuermelder lösten nur wenige Sekunden hintereinander den Alarm aus!“

Innerhalb kürzester Zeit sei das nachgebaute Zimmer total verraucht gewesen, berichtet Staatsanwalt Scharfenbaum. Deutlich war auch zu sehen, in welcher Schnelligkeit sich der Brand ausbreitete. Die Erkenntnis: Es gab an jenem Ostermontag für Gerhard F. keine Rettung, und es gab keine Hinweise auf Fremdverschulden. Daraus zog Philipp Scharfenbaum den Schluss: „Ich werde das Verfahren einstellen.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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