Tödliches Virus befällt Kaninchen

Neben Kaninchen kann das Virus auch Feldhasen befallen. Symbolfoto: Archiv

dima - Kaninchenhalter aufgepasst: Nachdem die Chinaseuche, oder das RHD-Virus (Rabbit Haemorrhagic Disease), bereits vor rund zehn Jahren in der Region für viele Opfer bei Stall- und Hauskaninchen gesorgt hatte, sind der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein in den vergangenen Wochen erneut zwei Fälle bekannt geworden.

Auf Nachfrage der SZ bestätigte der Sachgebietsleiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes, Dr. Wilhelm Pelger, dass am vergangenen Freitag eine Infektion aus Kreuztal gemeldet wurde. Nach SZ-Informationen waren dort vier Kaninchen eines Hobbyhalters der Krankheit zum Opfer gefallen. Eine Tierärztin hatte daraufhin Impfstoff aus den USA bestellt. Schon am 24. Oktober habe es eine Meldung aus Wilnsdorf gegeben, erklärte die Kreisverwaltung.

Es handelt sich dabei um eine besonders aggressive Viruserkrankung, die ein infiziertes Tier innerhalb von ein bis zwei Tagen tötet. Das Virus werde von freilebenden Kaninchen zum Beispiel über Grünfutter übertragen. Aber auch Feldhasen können zu den Überträgern gehören. Eine jährliche Impfung schütze Kaninchen vor einer Erkrankung. Noch bei der Infektionswelle vor zehn Jahren sei die Krankheit meldepflichtig gewesen, so Dr. Wilhelm Pelger. Damals sei Züchtern auch eine Entschädigung gezahlt worden. Da beides aber inzwischen wegfalle, würden von der Seuche befallene Tiere inzwischen entsprechend selten gemeldet. In Vereinen organisierte Züchter lassen ihre Tiere impfen, so Pelger, im Gegensatz zu Hobbyhaltern.

Den Verlauf der Erkrankung beschreibt der Kreisveterinär als „rapide“. Noch am Abend würden die Tiere munter fressen. Schon am nächsten Tag nach einer Infektion treten dann Nasen- oder Afterbluten auf.

Die Erkrankung trat 1984 zum ersten Mal überhaupt auf. Und zwar bei Haus- und Farmkaninchen in der Volksrepublik China. Das Virus wurde vermutlich durch Zuchttiere und importiertes Kaninchenfleisch sowie Kaninchenwolle eingeschleppt. Nach SZ-Informationen handelte es sich bei dem Kreuztaler Fall um eine Infektion mit dem RHD2-Virus. Neben Kaninchen kann es auch Feldhasen befallen. Dirk Manderbach

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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