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Schwere „Brummer“ unterwegs
Tonnenschwere Holztransporter ruinieren Anliegerstraßen

Die mit mit vielen Tonnen Holz beladenen Lkw transportieren ihre Fracht aus dem städtischen Wald über Nebenstraße von Gosenbach.
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  • Die mit mit vielen Tonnen Holz beladenen Lkw transportieren ihre Fracht aus dem städtischen Wald über Nebenstraße von Gosenbach.
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

kalle Gosenbach. Morgens um 7 Uhr ist in den Straßen Am Grünen Löwen und Am Johannesberg die Welt schon nicht mehr in Ordnung. Noch vor Sonnenaufgang rumpelt der erste Holztransporter vollbeladen mit städtischem Borkenkäfer-Holz durch die engen Straßen. Das macht den Anwohnern große Sorgen. Die Straßen im Bergmannsdorf sind nämlich so schmal und eng sind, dass die Schwerlasttransporter mit ihrer tonnenschweren Ladung ganz nahe an den Häusern und den Vorgärten vorbeifahren müssen.
"Wer kommt eigentlich für die Sanierungskosten auf?"Auch Familie Kretzer ist besorgt. Die Holztransporter hinterlassen Spuren auf der engen Anliegerstraße, die beileibe nicht für den Schwerlastverkehr geeignet ist. „Wir fragen uns, wer kommt eigentlich für die Sanierungskosten der Straße auf?

kalle Gosenbach. Morgens um 7 Uhr ist in den Straßen Am Grünen Löwen und Am Johannesberg die Welt schon nicht mehr in Ordnung. Noch vor Sonnenaufgang rumpelt der erste Holztransporter vollbeladen mit städtischem Borkenkäfer-Holz durch die engen Straßen. Das macht den Anwohnern große Sorgen. Die Straßen im Bergmannsdorf sind nämlich so schmal und eng sind, dass die Schwerlasttransporter mit ihrer tonnenschweren Ladung ganz nahe an den Häusern und den Vorgärten vorbeifahren müssen.

"Wer kommt eigentlich für die Sanierungskosten auf?"

Auch Familie Kretzer ist besorgt. Die Holztransporter hinterlassen Spuren auf der engen Anliegerstraße, die beileibe nicht für den Schwerlastverkehr geeignet ist. „Wir fragen uns, wer kommt eigentlich für die Sanierungskosten der Straße auf? Wir werden dann hoffentlich nicht über das Kommunale Straßenabgabengesetz noch zur Kasse gebeten“, sagt Tanja Kretzer.
Auch die allgegenwärtigen Unfallgefahren sind nicht von der Hand zu weisen. Davon können die Kretzers ein Lied singen. Glücklicherweise ist die Familie vor einigen Jahren bei einem Unfall mit Langholz mit einen blauen Auge davongekommen. Tanja Kretzer erinnert sich: „Es gab es ein lautes Krachen, Poltern und Geschrei, und dann war wieder alles ruhig. Dass es sich um einen Verkehrsunfall in unserem Garten handelt, habe ich erst im Anschluss gesehen. Zum Glück stand die große Wärmepumpe in unserem Garten im Weg und hielt das Holz auf. Sonst wären uns die schweren Baumstämme noch gegen unser Haus gerollt.“

"So geht man nicht mit Steuerzahlern um“

Das Ehepaar Kretzer setzte sich in diesen Tagen  hin und schrieb einen ausführlichen Brief an den zuständigen Stadtförster Jan-Marc Heitze sowie in Kopie an die Abteilung Straßenunterhaltung bei der Stadt. Heitze antwortete: „Das Holz ist leider nicht anders aus dem Wald zu bekommen. Mit freundlichen Grüßen.“ Ein knappes Statement, dass die Kretzers in keinster Weise besänftigten konnte. Der Kommentar von Tanja Kretzer: „Das hat uns schon geärgert. Das ist kein guter Stil, so geht man nicht mit Steuerzahlern um.“
Wer die Situation ernst nimmt, ist Gosenbachs heimlicher „Bürgermeister“, der FDP-Stadtverordnete Klaus-Volker Walter. Für ihn ist es sehr wohl eine ärgerliche Angelegenheit, dass die Schwertransporte mit dem Borkenkäferholz über den Johannesberg abwickelt werden. Wer die Topographie vor Ort kenne, dem sei aber bewusst, dass keine andere Route für die Holztransporte vorhanden ist.
Genau genommen seien die betreffende Straßen für ein Befahren der Holztransporte dieser Größe und Schwere nicht geeignet. Das gleiche trifft im übrigen für die Siegener Straße zu.
Bezüglich eventueller Straßenschäden sollte seiner Meinung die Abteilung Straße und Verkehr eine Bestandsaufnahme erstellen bzw. diese nach Abwicklung der Transporte nochmals einer Kontrolle unterziehen. Walter: „Ich gehe davon aus, dass die Prüfung auf Eignung für diese Art Schwertransporte erfolgt ist und auch sichergestellt wurde, dass keine Schäden (Versorgungsleitungen usw.) des Unterbaus auftreten.“
Den Anliegern jedenfalls ist wichtig, das die Sicherheit für ihre Häuser gegeben ist und sie bei einer Straßensanierung nicht auch noch zur Kostenerstattung herangezogen werden.

Autor:

Karl-Hermann Schlabach (Redakteur) aus Siegen

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