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Erfolg bei der Brotprüfung
Top-Noten für Brote aus Si-Wi und Olpe

Bei seiner Arbeit hilft Qualitätsprüfer Karl-Ernst-Schmalz auch modernste Technik: Eine Software zeigt mögliche Ursachen von Qualitätsmängeln an.
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  • Bei seiner Arbeit hilft Qualitätsprüfer Karl-Ernst-Schmalz auch modernste Technik: Eine Software zeigt mögliche Ursachen von Qualitätsmängeln an.
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kay/sz Siegen. Die Corona-Pandemie stellt seit Monaten das Leben aller auf den Kopf. Auch die diesjährige Brotprüfung der Bäcker-Innung Westfalen-Süd war von der Pandemie betroffen, hat ihr aber die Stirn geboten. Etliche Innungsbäckereien aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe haben 71 Brote zum unabhängigen Qualitätstest eingereicht. Erneut war Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz vom Deutschen Brotinstitut eingeladen, um die Brote genau unter die Lupe nehmen. Die Veranstaltung fand aufgrund des Coronavirus unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Regionale UnterschiedeVorgelegt wurden viele unterschiedliche Brotsorten. „Dabei gibt es auch regionale Unterschiede.

kay/sz Siegen. Die Corona-Pandemie stellt seit Monaten das Leben aller auf den Kopf. Auch die diesjährige Brotprüfung der Bäcker-Innung Westfalen-Süd war von der Pandemie betroffen, hat ihr aber die Stirn geboten. Etliche Innungsbäckereien aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe haben 71 Brote zum unabhängigen Qualitätstest eingereicht. Erneut war Brotprüfer Karl-Ernst Schmalz vom Deutschen Brotinstitut eingeladen, um die Brote genau unter die Lupe nehmen. Die Veranstaltung fand aufgrund des Coronavirus unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Regionale Unterschiede

Vorgelegt wurden viele unterschiedliche Brotsorten. „Dabei gibt es auch regionale Unterschiede. Während der Sauerländer gerne kastenförmige Brote hat, mag der Siegerländer gerne freigeschobene, ovale Brote“, wusste Innungsobermeister Georg Sangermann aus Olpe-Oberveischede zu berichten.
Der neutrale Gutachter und Fachmann Karl-Ernst Schmalz ist einer von drei Brotprüfern, die deutschlandweit Brote, Brötchen und Stollen testen. Dabei setzt er auch modernste Technik ein. Eine speziell entwickelte Software zeigt mögliche Ursachen von Qualitätsmängeln an, woraufhin der Prüfer mit einem kleinen Gutachten Tipps zur Verbesserung gibt.

Prüfung hilft bei Betriebsblindheit

„Der unabhängige Blick von außen hilft uns auch gegen Betriebsblindheit. Ein Bäcker backt beinahe täglich seine individuellen Brotsorten. Kleinste Veränderungen fallen im Alltagsgeschehen womöglich gar nicht auf. Die neutrale Brotprüfung durch einen Experten hilft, gleichbleibend sehr hohe Qualität beizubehalten, aber auch Schwachstellen zu identifizieren und zu verbessern“, erklärte Georg Sangermann. „Die regelmäßige Qualitätsüberprüfung garantiert unseren Kunden letztendlich erstklassige Qualität und ist für uns Handwerksbäckereien besonders wichtig“, so der erfahrene Bäckermeister weiter.

Brote sind besser verträglich

Im Gegensatz zu den Produkten vom Discounter, bei denen die Herstellung viel schneller gehen müsse, hätten echte Handwerksbackwaren längere Teigruhezeiten. Dadurch würden bestimmte Stoffe im Teig besser abgebaut, was zu einer besseren Verträglichkeit der Waren führe. Das sei auch interessant für Menschen, die sensibel auf bestimmte Getreidesorten reagieren, aber keine echte Glutenunverträglichkeit haben.

Top-Noten für über 95 Prozent der Backwaren

Die Ergebnisse der diesjährigen Brotprüfung wurden am Donnerstagnachmittag im Haus der Siegerländer Wirtschaft bekanntgegeben. Innungsobermeister Georg Sangermann und Stefan Simon von der Kreishandwerkerschaft zeigten sich bei der Übergabe der Urkunden zufrieden.
Die zwölf Handwerksbäckereien, die aus den beiden Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe teilgenommen hatten, wurden prämiert. Über 95 Prozent der Backwaren erhielten Top-Noten: 40 Mal wurde die Note „sehr gut“ vergeben, 27 Mal die Note „gut“. Darüber hinaus erhielten 16 Brote die Auszeichnung „Gold-Brot“ für gleichbleibend gute Qualität in den vergangenen drei Jahren.

Bei seiner Arbeit hilft Qualitätsprüfer Karl-Ernst-Schmalz auch modernste Technik: Eine Software zeigt mögliche Ursachen von Qualitätsmängeln an.
Ein Teil der mit Urkunden ausgezeichneten Bäcker fand sich im Haus der Siegerländer Wirtschaft zur Prämierung ein. Innungsobermeister Georg Sangermann (hintere Reihe, 4. v. l.) und Stefan Simon (hintere Reihe, links) von der Kreishandwerkerschaft zeigten sich bei der Übergabe
der Urkunden sichtlich zufrieden.
Autor:

Kay-Helge Hercher (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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