Tote bei Bombenanschlag auf Hotel in Mogadischu

Mogadischu (dpa) - Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens 17 Menschen getötet worden.

Zunächst zündeten islamistische Angreifer am Samstag vor dem Eingang eine Autobombe, dann stürmten Bewaffnete das bei Geschäftsleuten und Ausländern beliebte Hotel, wie die Polizei berichtete. Mindestens 20 Menschen wurden teils schwer verletzt und in einem nahen Krankenhaus behandelt. 

Es wurde befürchtet, dass die Zahl der Opfer weiter steigen könnte. Ob und wie viele Menschen noch im Hotel Nasa-Hablood waren, blieb zunächst unklar. Hinter dem Anschlag nahe der sogenannten Kreuzung Kilometer vier in Mogadischu wurde die radikalislamistische Terrororganisation Al-Shabaab vermutet.

Nach der Detonation am Eingang des Hotels stürmten drei bis vier bewaffnete Islamisten das Gebäude, wie ein ranghoher Sicherheitsbeamter erklärte. Es gab nach der Stürmung des Gebäudes demnach noch mindestens zwei kleinere Explosionen, vermutlich von Handgranaten. Es kam zu heftigen Schusswechseln, als Sicherheitskräfte sich bemühten, das Hotel unter Kontrolle zu bekommen. 

Al-Shabaab hat in der Vergangenheit bereits mehrere Hotels in Mogadischu angegriffen, bekannte sich am Samstag jedoch zunächst nicht zu der Bluttat. Die Extremisten wollen seit Jahren einen sogenannten Gottesstaat in dem Land am Horn von Afrika errichten.

Die sunnitischen Fundamentalisten greifen immer wieder Hotels in der Hauptstadt an, um die ihnen verhasste Ausländer und Regierungsvertreter zu treffen. Zuletzt waren bei einem Angriff auf das Hotel Ambassador Anfang Juni mindestens 20 Menschen getötet und 60 weitere verletzt worden. Im Februar waren bei einem Anschlag auf das Hotel Syl ebenfalls mehr als 20 Menschen getötet worden. 

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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