Traummelodien in Eisern

Multi-Instrumentalist Schuss: Choräle und Gospel

gast Eisern. Er ist ein Virtuose auf der Panflöte, entlockt seiner keltischen Harfe die zartesten und leisesten Töne und reißt seine Zuhörer mit, wenn er das Tenor-Saxophon und die Querflöte erklingen lässt oder gefühlvoll und sicher die Tasten des Pianos bedient. So auch am Samstagabend in der katholischen Kirche Eisern, wo der aus Mudersbach stammende Multi-Instrumentalist Andreas Schuss sein Programm »Erd’ und Himmel sollen singen – Geistliche Musik für Harfe, Saxophon, Panflöte und Klavier« vorstellte.

In seinem musikalischen Vortrag kamen klassische Melodien in neuem Gewand, Choralbearbeitungen, Folklore, schwungvolle Gospel und Eigenkompositionen zu Gehör, die faszinierten oder melancholisch stimmten. Zum Auftakt spielte Andreas Schuss bekannte Kirchenlieder auf der Panflöte und der keltischen Harfe, wobei die Werke »Großer Gott, wir loben Dich« und »Ich bete an die Macht der Liebe« besonders eindrucksvoll dargeboten wurden.

Mit dem Titel »Ein schöner Tag« stimmte der Instrumentalist auf dem Tenor-Saxophon seine Zuhörer fröhlich und beschwingt, spätestens aber auf dem Piano bewies Schuss mit Gospel, Spirituals und fetzigen Rock-and-Roll-Klängen seine große, sichere und filigrane Fingerfertigkeit, die ihre Wirkung auf die Zuhörer nicht verfehlte. Dass Schuss gleichzeitig auf zwei Instrumenten spielen kann, stellte er am Samstag einhändig auf dem Piano und der Panflöte unter Beweis bei den lyrisch anmutenden Werken »Die vergessene Straße«, »Nebel im Tal« und »Der Morgentau«.

Besondere akustische Leckerbissen servierte Andreas Schuss, als er selbstgespielte Werke vom Band ablaufen ließ und diese auf der Panflöte und der Querflöte begleitete, wobei der Titel »Der kleine Dompfaff lobt die Schöpfung« meisterhaft dargeboten wurde. Ludwig van Beethovens »Romanze F-Dur« auf der Panflöte und das Spiritual »Go Down, Moses« auf dem Saxophon und der Querflöte interpretiert, hinterließen einen ebenso tiefen Eindruck wie das auf dem Piano schwungvoll und herzerfrischend dargebotene »Klezmer Medley« und die aktuelle Eigenkomposition »Indiensommer«.

Seine zwischen den einzelnen Musikbeiträgen humorvoll vorgetragenen Anekdoten lockerten das Programm auf und waren eine weitere Bereicherung an diesem Abend.

Zum Schluss spielte Andreas Schuss auf der Harfe, deren Klänge dank der guten Akustik in der Eiserner Kirche bestachen, so bekannte Volkslieder wie »Es waren zwei Königskinder«, »Am Brunnen vor dem Tore«, »Horcht, was kommt von draußen rein« und »Kein schöner Land in dieser Zeit«. Für seine Darbietungen wurde der bundesweit auftretende Andreas Schuss mit begeistertem Beifall belohnt.

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