„Tumult“ vor Umkleide

Die Polizei ist gerade dabei aufzuklären, was sich am Samstagabend in der Umkleide des Buschhüttener Freibades abgespielt hat. Foto: nja
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  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

nja - Zu einem undurchsichtigen Tumult im Bereich der Einzel-Umkleidekabinen des Buschhüttener Freibads ist es ganz offensichtlich am Samstagabend kurz vor dessen Schließung gekommen. Dabei soll eine Gruppe Jugendlicher und junger Männer im Alter zwischen etwa 15 und 25 Jahren z. B. mit Hilfe der „Räuberleiter“ Einblick in die Kabinen gewonnen und zudem Handys unter der Tür hindurch in die Kabinen gehalten haben, um Aufnahmen zu tätigen. Das berichtete eine Buschhüttenerin, die u. a. mit Enkelin und Nichte, beide neun Jahre alt, zu den Badegästen zählte, empört der Siegener Zeitung – und auch schon am Samstagabend in der Polizeiwache Kreuztal. Bei den jungen Männern soll es sich laut Zeugin um Ausländer gehandelt haben.

Polizeisprecher Georg Baum bestätigte auf SZ-Anfrage, dass der Sachverhalt von der Polizei dokumentiert wurde; er werde zurzeit geprüft: „Bislang sind die uns gegenüber gemachten Angaben nicht verifiziert. Wir bitten deshalb mögliche Geschädigte und Zeugen, sich bei uns zu melden.“ Kreuztals Bürgermeister Walter Kiß nimmt die Angelegenheit sehr ernst. Die Betriebsleitung der städtischen Bäder habe berichtet, dass zu besagter Zeit zwei Männer in einer Kleingruppe im Bereich der Umkleidekabinen aufgefallen seien: Mindestens zwei weibliche Badegäste hätten deren offenbar belästigendes Verhalten bemerkt. Einer der Männer sei auch festgehalten worden. Dieser habe sein Handy vorgezeigt; verdächtige Aufnahmen seien darauf jedoch nicht gewesen. Derweil aber hätten sich andere aus dem Staub gemacht. Ein Geschädigter hat sich aber auch beim Badepersonal nicht gemeldet.

Kiß: „Insgesamt eine unschöne Geschichte – aber wir sind selbst noch dabei rauszufinden, was genau war.“ Er setze dabei auf die Polizei. Nun wird überlegt, wie die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl im Bereich der Einzelkabinen verbessert werden können. Dieser sei vom Bademeisterhaus aus nicht direkt einsehbar, so Kiß. Die Rechtslage schließe eine Videoüberwachung dort aus. Bisher gebe es unregelmäßige Rundgänge des Aufsichtspersonals. Diese Prophylaxe könne intensiviert werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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