TuS Ferndorf  kanzelt auch Neuss ab

Hart bedrängt wurde hier der Ferndorfer Heider Thomas, der auch einen Treffer gegen die Rheinlände rerzielte. Foto: schau
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ida - „Am Ende konnte ich nicht ganz so zufrieden sein, wie es das Ergebnis eigentlich vermuten ließe.“ Ein paar graue Wolken waren vor den Horizont von Erik Wudtke gezogen, als er über die Schlussviertelstunde seines TuS Ferndorf in der klar mit 34:23 (19:9) gewonnenen Drittliga-Partie gegen den Neusser HV ins Grübeln kam. Wudtke: „Das hat mir überhaupt nicht gefallen.“ Hektische Aktionen, viel zu frühe Abschlüsse, Einzelaktionen - so verwässerte der TuS in der Endphase den 17. Saisonsieg nacheinander ein wenig, ohne ihn indes wirklich zu trüben. Die Zuschauer auf der gut besuchten Tribüne verziehen es ihrem Team und die Mannschaft selbst tanzte mal wieder im Mittelkreis den Gewinner-Reigen.

„Wir hatten nach einer etwas schwierigen Startphase alles im Griff“, hatte so zum Beispiel Kapitän Kai Rottschäfer von der Bank aus beobachtet. Der Keeper schmorte nicht etwa 60 Minuten draußen und beobachtete seinen Kollegen Lucas Puhl bei seinen Taten, nein, er erfreute sich an den guten Reaktionen des früheren Gummersbachers und dem gefundenen Spielrhythmus der Vorderleute. Nach dem 2:5-Rückstand in  der 10. Spielminute dauerte es nur eine Viertelstunde, eheJulian Schneider seinen Doppelschlag zum 10:5 vollendete, er erneut fünf Minuten später zum 13:6 traf. Schon jetzt war absehbar, dass diese Neusser   kein echter Prüfstein für den Tabellenführer sein konnten. Auch der frühere Ferndorfer Dennis Aust im übrigen nicht, der mit fünf Treffern zwar bester Schütze der Rheinländer war, aber im großen und ganzen mit seinen Farben unterging. Ähnlich erging es Ceven Klatt, der vor ein paar Jahren ja auch im Ferndorfer Trikot aufgelaufen war.

Im Gegensatz zu den Rheinländern kann der TuS an Karneval nicht pausieren. Er muss - wie auch die Hagener (spielen am Freitagabend gegen Ratingen) - das Nachholspiel gegen den SV Zweibrücken bestreiten. „Unsere Vorbereitung zielt stets nur von Spiel zu Spiel“, verfällt Erik Wudtke grinsend in den „Fußballtrainer-Jargon“, der aber „für unsere Situation total zutreffend ist“. Er müsse dafür sorgen, dass die Mannschaft auch in den Spielen gegen vermeintlich schwächere Gegner mit der vollen Spannung geht.

Und daher ist der Coach auch so sauer, wenn in einer Schluss-Viertelstunde wie gegen Neuss die hervorragenden Eindrücke aus 45 guten Minuten ein wenig den Bach runter gehen. Aber dann ist er auch wieder „gelockert“, beendet das Gespräch und wuchtet sich durch die vielbeinig versammelte Zuhörerschaft im Hallen-Foyer. „Ich will jetzt zur Mannschaft.“ Die hatte sich an der Verkaufstheke versammelt, gönnte sich ein Bierchen und eine Currywurst und wartete auf ihren schon wieder viel entspannter wirkenden Trainer. Nach 17 Siegen in Serie glätten sich Sorgenfalten eben viel schneller.

TuS Ferndorf: Puhl; Keusgen, John (3), Koke (6/4), Breuer (5), Thomas (1), Johnen (1), Bettig (5), Barkow (5), Schneider (4), Mestrum (4).

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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