„Ü-60“-Mitstreiter willkommen

 Diese Aufnahme aus dem Jahr 2013 zeigt den Seniorenbeirat. In der Mitte hatte der kürzlich verstorbene Vorsitzende Harry Czogalla Platz genommen. Foto: Stadt
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nja  - Warum in diesem Jahr die Zahl der Bewerber um einen Platz im Kreuztaler Seniorenbeirat geringer ausfällt als zuvor, darauf fand der Rat am Donnerstag so recht keine Antwort. Fest steht jedoch: Auch wenn die eigentliche Größe des Gremiums – es besteht eigentlich aus 20 Mitgliedern – nicht erreicht wird, geht die Arbeit in diesem wichtigen Organ nahtlos weiter. Alle 16 Bewerber, die sich bislang gemeldet haben, gehören dem neuen Gremium an. Und: Wer den 60. Geburtstag schon gefeiert hat und noch bis zum 11. Dezember sein Interesse an der Mitwirkung im Rathaus entsprechend kundtut, erhält ebenfalls die Mitgliedschaft. Vier Plätze sind also noch frei; sollten sich mehr Senioren melden, werden diese als Stellvertreter fungieren können.

Der Rat verständigte sich am Donnerstagabend auf eine entsprechende Änderung der Wahlordnung. Eigentlich, so Kiß, habe die Stadt wieder eine Briefwahl durchführen wollen (Kosten: 8500 Euro) mit dem Ziel einer höheren Wahlbeteiligung. Angesichts der nun aber nicht möglichen Wahlmöglichkeit – alle aufgestellten Bewerberinnen und Bewerber würden letztlich ja auch gewählt – solle das Verfahren gestoppt werden.

Für den Bezirk Heestal konnte kein Bewerber/keine Bewerberin gefunden werden. Für die Bezirke Buschhütten, Kreuztal-Mitte, Fritz-Erler-Siedlung, Krombach und Fellinghausen hat sich jeweils nur eine Person beworben, obwohl laut Wahlordnung jeweils zwei Mitglieder gewählt werden sollen. Lediglich in Kredenbach, Ferndorf, Osthelden, Littfeld und Eichen stehen ausreichend Kandidaten bereit.

Günter Jochum (Grüne) wollte wissen, wie die Stadt im Vorfeld auf die anstehende Wahl informiert habe. Sei dies in ausreichendem Maße geschehen, so sei das geringe Interesse der Senioren an der Mitwirkung in diesem Gremium, das sich doch für ihre Belange einsetze, bedauerlich.

Frank Bäcker vom städtischen Amt für Personal, Wahlen und Organisation zählte auf, wie und wo die Werbetrommel gerührt worden sei: z. B. bei Veranstaltungen des Beirats, in den Frühstücktreffs, auf dem Wochenmarkt, beim Stadtteilfest Fritz-Erler-Siedlung und auch mit Hilfe eines Flyers. Im Vorfeld habe es auch eine 70 Namen umfassende Liste potenziell Interessierter gegeben, die immer wieder auf dem Laufenden gehalten worden seien. Davon seien aber letztlich nur vier neue Bewerber übrig geblieben.

„Ich war bis eben total ahnungslos“, sagte Anke Hoppe-Hoffmann (Grüne). Ihre Überlegung: Vielleicht solle die Wahl verschoben werden, der jetzige Beirat vorerst kommissarisch weitermachen. Mit einem nicht gewählten Gremium, so ihre Befürchtung, könne dessen Legitimation leiden. „Damit würden wir die Rechtsunsicherheit erhöhen“, lautete der Einwand des Bürgermeisters.

Es seien ausreichend Bemühungen unternommen worden, die Zahl 20 zu erreichen, befand Arne Siebel (CDU). Der Beirat solle gegebenenfalls mit 16 Mitgliedern an den Start gehen.Von einem Verschieben der Wahl hielt er nichts: Senioren, die heute bereit seien, mitzuwirken, könnten dann gegebenenfalls den Mut verlieren und wieder abspringen. Die „Kurzfristigkeit“ der Information und des Prozederes – die Verwaltung hatte zur Sitzung eine Tischvorlage präsentiert – monierte Harald Görnig (CDU), der mutmaßte: „Da muss doch jemand geschlafen haben...“ Das ließ Kiß so nicht stehen: „Wir haben es hier mit Fristen zu tun.“ Stichtag für das Einreichen von Wahlvorschlägen war der 13. Oktober.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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