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Erdwall-Check läuft
"Ultimatum nicht einzuhalten"

Die Stadt Kreuztal lässt derzeit die Bodenbeschaffenheit des Krombacher Erddeichs prüfen - und zeigt sich gelassen.
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nja Krombach. Die Überprüfung der Behauptung, dass es sich bei den 47 000 Kubikmetern Erdaushub der Krombacher Brauerei – zutage befördert im Zuge des Hallenneubaus des Getränkevertrieb Südwestfalen GmbH & Co. KG – um belastetes Material handelt, ist noch in vollem Gange und wird auch nicht mit Ablauf des von der Naturschutzinitiative (NI) via Anwalt gestellten Ultimatums abgeschlossen sein. Das teilte Kreuztals Bürgermeister Walter Kiß am Donnerstag im SZ-Gespräch und am Abend auch im Rat mit.
"Breitbeinige Gangart"Zur Erinnerung: Besagtes Ultimatum, aufgestellt am 20. Februar, läuft heute aus (die SZ berichtete). Sollte bis dahin die städtische Baugenehmigung nicht zurückgenommen worden sein, werde man dagegen klagen. Die NI sieht die Stadt nicht in der Zuständigkeit.

nja Krombach. Die Überprüfung der Behauptung, dass es sich bei den 47 000 Kubikmetern Erdaushub der Krombacher Brauerei – zutage befördert im Zuge des Hallenneubaus des Getränkevertrieb Südwestfalen GmbH & Co. KG – um belastetes Material handelt, ist noch in vollem Gange und wird auch nicht mit Ablauf des von der Naturschutzinitiative (NI) via Anwalt gestellten Ultimatums abgeschlossen sein. Das teilte Kreuztals Bürgermeister Walter Kiß am Donnerstag im SZ-Gespräch und am Abend auch im Rat mit.

"Breitbeinige Gangart"

Zur Erinnerung: Besagtes Ultimatum, aufgestellt am 20. Februar, läuft heute aus (die SZ berichtete). Sollte bis dahin die städtische Baugenehmigung nicht zurückgenommen worden sein, werde man dagegen klagen. Die NI sieht die Stadt nicht in der Zuständigkeit.  Gemeinsam mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein werde recherchiert, so Kiß. Die „etwas breitbeinige Gangart bei der Wortwahl der NI“ führe nicht dazu, „ehrfürchtig zu erstarren“ und Angst vor dem Ultimatum zu haben. Gutachten und Unterlagen – „ein dickes Paket“ – lägen vor, müssten aber noch fachlich bewertet werden. Vom Eigentümer der Erdmassen, die sich in Krombach türmen, gemeint ist die Krombacher Brauerei, seien ergänzende Dokumente eingefordert worden. Die Auswertung all dessen „wird aber noch dauern“. Es gehe um Analysen der Bodenbeschaffenheit zur Zeit des Ausbaggerns. „Ich möchte aber auch den genauen Zustand der Erdmassen jetzt wissen“, so Kiß.

"Es handelt sich um keinen Abfall"

Er bleibe bei dem Standpunkt, dass es sich bei dem Erdaushub um ein Zwischenlager handele, und nicht um eine illegale Mülldeponie, wie der Eichener Anwalt behaupte. Fest stehe: Die Erde werde „in einem räumlichen Zusammenhang“ zur Stelle des Aushebens, „also im Nahbereich“, wieder verfüllt, „bevor die Reste, das was nicht verwendet werden kann“, entsorgt würden. Wo genau der Aushub im Nahbereich verwendet werde – diese Information solle die Eigentümerin noch kundtun. Es bestehe „auf Dauer keine Entsorgungsabsicht“, das Zwischenlager sei an Ort und Stelle zulässig. Es handele sich um keinen Abfall. Das sei inzwischen überprüft worden. Vergangene Woche habe es Ergebnisse von Bodenproben gegeben, die nachweisen, was umgeschichtet wurde. Es seien ergänzende Untersuchungen in Auftrag gegeben worden, die über die Beschaffenheit des Walles Auskunft geben sollen. „Diese Proben müssen noch gemacht und ausgewertet werden.“ Dies werde kurzfristig geschehen, „um wirklich jeden Verdacht auszuschließen“.

Kiß zeigt sich gelassen

Insgesamt sehe er, so Kiß, der Überprüfung gelassen entgegen: „Das was wir an Unterlagen haben, ist gut.“ Belastetes Material sei von der Eigentümerin auf der Deponie entsorgt, der Erdaushub insgesamt „laufend beprobt“ worden – die Befunde seien unspektakulär. Womit die Frage weiter im Raum steht, ob der Anwalt, der zunächst im Auftrag einer Krombacher Bürgerin die Recherchen aufgenommen hatte, bevor er auch von der NI beauftragt wurde, genau diese Analysen nicht zur Einsicht erhalten hat. Kiß abschließend: „Wir haben die Hinweise ernst genommen. Der Anwalt bekommt von uns den aktuellen Sachstand mitgeteilt.“

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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