Umgehungen als Einheit betrachtet

 In den vergangenen Monaten hatten zahlreiche Politiker und Verbandsvertreter für die Route 57 geworben. Nach den Ortsumgehungen Kreuztal-Ferndorf und Hilchenbach ist nun auch die Umgehung Erndtebrück/Schameder wieder im Entwurf des Bundesverkehrswegeplan enthalten. Die Ortsumgehung Lützel ist aus Gründen des Naturschutzes schon kein Thema mehr. Grafik: Archiv
  • In den vergangenen Monaten hatten zahlreiche Politiker und Verbandsvertreter für die Route 57 geworben. Nach den Ortsumgehungen Kreuztal-Ferndorf und Hilchenbach ist nun auch die Umgehung Erndtebrück/Schameder wieder im Entwurf des Bundesverkehrswegeplan enthalten. Die Ortsumgehung Lützel ist aus Gründen des Naturschutzes schon kein Thema mehr. Grafik: Archiv
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bw - Die Ortsumgehung Erndtebrück steht nun doch wieder im weiteren Bedarf des Entwurfs für den Bundesverkehrswegeplan. Durch diese Nachricht aus Berlin, über die unsere Zeitung bereits kurz am Samstag berichtete, ist in Wittgenstein ein kleines Aufatmen zu vernehmen. Jene Befürworter der Route 57, die in den letzten Monaten massiv für die Ortsumgehungskette zwischen Kreuztal und Schameder geworben hatten, fühlen sich bestätigt in ihrer Haltung.

Die drei Umgehungsstraßen für Kreuztal und Ferndorf, Hilchenbach sowie Erndtebrück und Schameder werden in dem geänderten Entwurf als Teile einer Einheit betrachtet, alle sind zudem mit demselben Nutzen-Kosten-Verhältnis bewertet – und für alle drei Teile der Umgehungskette wird die raumordnerische Beurteilung als hoch eingestuft. Die Kosten alleine für die Erndtebrücker Ortsumgehung werden auf 82,1 Mill. Euro taxiert, für die Umgehungen Kreuztal/Ferndorf (67,2 Mill. Euro) sowie Hilchenbach (56,7 Mill. Euro) werden die Kosten dagegen niedriger eingeschätzt. Deutlich teurer wäre die weitere Verbindung von Schameder bis Frankenberg, die ebenfalls im weiteren Bedarf mit Planungsrecht enthalten ist. Hier werden die Kosten auf 164,1 Mill. Euro geschätzt. Entscheidend ist vielleicht auch: Für alle Bauvorhaben in Siegen-Wittgenstein gilt Planungsrecht.

Christian F. Kocherscheidt, Geschäftsführender Gesellschafter der Firma EJOT sowie Sprecher des Initiativkreises Route 57, betonte auf Anfrage: „Erst einmal freue ich mich darüber, dass die Route – offensichtlich von Kreuztal bis nach Frankenberg – als verbindende Route anerkannt worden ist. Das ist ein erster Erfolg, die Route steht damit wieder durchgängig im Bundesverkehrswegeplan. Unsere Bemühungen der letzten Monate scheinen damit nicht umsonst gewesen zu sein. Ein großer Dank geht an alle Beteiligten aus Verein, Politik, Unternehmen und Gewerkschaften. Dies ermutigt uns, weiter dafür zu kämpfen, dass die Route 57 in Gänze vom weiteren in den vordringlichen Bedarf überführt wird. Mit dem Planungsrecht hat nun das Land den Auftrag, dies voran zu treiben.“

Weitere Stimmen zu der neuen Sachlage bei der Route 57 und dem Bundesverkehrswegeplan lesen Sie in der Printausgabe der SZ in Wittgenstein.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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