Umweltabteilung empfiehlt heimische Pflanzen

Immergrüne der Stadt ein Dorn im Auge

Siegen. Mit dem Ende der Vegetationsperiode hat wieder die alljährliche Pflanzzeit begonnen. Wie in jedem Jahr werden in zahlreichen Gärten wieder Umgestaltungen durchgeführt. Allzu oft werden dabei Fehler begangen, die leicht vermieden werden könnten, so die Stadtverwaltung Siegen. Leider noch weit verbreitet sei das »Übel«, fremdländische und noch dazu hochgezüchtete Pflanzen den heimischen Gewächsen vorzuziehen. Insbesondere Immergrüne als Sichtschutz und Pflanzen mit extravaganten Blüten und Blättern finden in den Gartencentern und Baumschulen reißenden Absatz.

Die Siegener Umweltabteilung plädiert dagegen für eine Verwendung heimischer Pflanzen. Gründe gebe es genug dafür: Ortsübliche Blumen, Sträucher und Bäume versorgten die heimische Tierwelt nicht nur mit Blütennahrung, sondern auch mit nahrhaften Blättern, Trieben und Säften. Exoten seien in dieser Hinsicht weitgehend nutzlos. Seit Tausenden von Jahren hätten sich die heimischen Pflanzen und Tiere aufeinander eingespielt. Heimische Wildsträucher bildeten demzufolge die Lebensgrundlage für rund 2000 Insekten- sowie etwa 60 Vogel- und Säugetierarten. Jeder Gartenbesitzer könne folglich einen aktiven Beitrag zum Naturschutz leisten, wenn er heimische Pflanzenarten bevorzuge und somit den Tieren Überlebenschancen einräume. Ferner gehöre zum naturgemäßen Gärtnern ein Verzicht auf Pestizide und Kunstdünger, die heimischen Pflanzen bräuchten derartige Mittel überhaupt nicht. Sie seien unempfindlicher gegen Schädlingsbefall und Witterungseinflüsse und stellten weniger Ansprüche an Standort und Pflege als die Zucht- und Zierformen.

Außerdem kosteten die Exoten mehr, und eine Schönheits- oder Wachstumsgarantie werde kein Verkäufer unterschreiben. Wer, so fragt die Stadtverwaltung, wolle dem Weißdorn und Haselstrauch, den Kätzchenweiden und Wildrosen, dem Pfaffenhütchen, der Eberesche und vielen anderen heimischen Gewächsen ihre Schönheit absprechen? Zu jeder Jahreszeit hätten sie etwas Neues zu bieten und verlockten auch Kinder stets zur Naturbeobachtung. Viel eher als die mehr steril wirkenden Exoten und Nadelgehölze. Letztere seien fast alle gebietsfremd und trügen zur Versauerung des Bodens bei.

Die Umweltabteilung der Stadt Siegen stellt Interessenten Informationsmaterial über einheimische Sträucher, Bäume und Stauden sowie über die Möglichkeiten zur naturnahen Gartenpflege unter Tel.: (0271) 404-3282 zur Verfügung.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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