Behörden werden beschimpft
Unbelehrbare müssen Corona-Strafen zahlen

Die Polizei kontrollierte am Freitag die Papiere der jungen Männer, die sich nicht an das Versammlungsverbot hielten. Foto: kalle
  • Die Polizei kontrollierte am Freitag die Papiere der jungen Männer, die sich nicht an das Versammlungsverbot hielten. Foto: kalle
  • hochgeladen von Karl-Hermann Schlabach (Redakteur)

kalle/sz Siegen. Es ist offensichtlich noch bei Weitem nicht bei allen in der Krönchenstadt angekommen, dass Verstöße gegen die Corona-Verordnung des Landes als Ordnungswidrigkeiten mit Bußgeldern oder als Straftat geahndet werden. Am Freitagnachmittag tummelten sich zwischen fünf und sieben junge Männer an der Martinikirche an einer der Parkbänke. Nachdem eine Frau die Polizei auf diese Versammlung hingewiesen hatte, waren wenige Minuten später zwei Bezirksbeamte aus der Unterstadt vor Ort und ließen sich die Papiere zeigen. Ähnliches spielte sich bereits am Donnerstag in der Unterstadt an der Sieg ab. Mit denselben Akteuren, also denselben Jugendlichen und denselben Polizisten. Laut Verordnung wären jetzt 200 Euro Bußgeld fällig.

Polizei meldet Corona-Verstöße an das Ordnungsamt Siegen

Doch die Beamten können nur, wie vorgesehen und berichtet, Meldung beim Siegener Ordnungsamt machen. Dort wird kassiert. Was nun mit den Verstößen passieren wird, konnte nicht mehr geklärt werden. Immerhin: Nach eindringlichen Hinweisen durch die beiden unaufgeregten Polizisten löste sich die Gruppe allmählich auf.

Treffen vor Lebensmittelmarkt geriet außer Kontrolle

Am Donnerstagabend sorgte zudem eine siebenköpfige Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener in Weidenau für einen größeren Polizeieinsatz. Die 16- bis 24-Jährigen hatten sich „Auf den Hütten“ bei einem Lebensmittelmarkt getroffen. Sie pöbelten dort Passanten an. Beamte der Wache Weidenau versuchten zunächst, mit den jungen Leuten zu reden. Dies gelang nicht. Die Gruppe sah es überhaupt nicht ein, auseinander zu gehen. Sie betrachtete die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie laut Polizeiangaben als „Quatsch“. Die Covid-19-Umstände interessierten sie nicht.

Am Ende eilten fünf Streifenwagen herbei, um die Gruppe zu trennen. Dabei wurden die Polizisten mit übelsten Ausdrücken beleidigt. Besonders taten sich dabei eine 16-Jährige und ein 17-Jähriger hervor. Sie wurden in Gewahrsam genommen.

Autor:

Karl-Hermann Schlabach (Redakteur) aus Siegen

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