Unfallauto – aber keine Insassen

 Die Insassen des BMW an der Birkelbacher Ederbrücke hatten offenbar noch großes Glück im Glück. Nach dem spektakulären Unfall konnten sie sich selbstständig aus dem total zerstörten Auto befreien. Fotos: Martin Völkel   Die Feuerwehr sicherte den Unfallwagen gegen ein weiteres Abrutschen. Das Fahrzeug hatte das massive Eisengeländer durchschlagen.
  • Die Insassen des BMW an der Birkelbacher Ederbrücke hatten offenbar noch großes Glück im Glück. Nach dem spektakulären Unfall konnten sie sich selbstständig aus dem total zerstörten Auto befreien. Fotos: Martin Völkel Die Feuerwehr sicherte den Unfallwagen gegen ein weiteres Abrutschen. Das Fahrzeug hatte das massive Eisengeländer durchschlagen.
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vö - Ein wahres Trümmerfeld bot sich den Einsatzkräften von Polizei, Freiwilliger Feuerwehr und Rettungsdienst am frühen Sonntagmorgen in Birkelbach: Ein BMW der 3er-Serie durchschlag das Geländer der Ederbrücke am Birkelbacher Bahnhof und blieb seitlich auf der Ufermauer liegen. Was die Ersthelfer zunächst vor ein großes Rätsel stellte: Von dem Fahrer und möglichen weiteren Insassen fehlte am Unfallort jegliche Spur.

Die Polizei ging am Sonntagmorgen von einer mutmaßlichen Unfallflucht aus. Eine Zeugin hatte zumindest die Stimmen von zwei Männern am Unfallort gehört und den Satz „Wir hauen besser ab“ aufgeschnappt. Die Polizei führte umgehend Suchmaßnahmen durch, konnte aber keinen der Insassen auffinden. Wie am Nachmittag aus der Bad Berleburger Polizeiwache zu erfahren war, sei der Halter des Wagens aufgrund der Kennzeichen bekannt. Ob der Halter aus dem Raum Wittgenstein auch gleichzeitig der Fahrer gewesen sei, müssten die weiteren Ermittlungen zeigen. An seiner Wohnadresse sei der Mann nicht anzutreffen gewesen und auch Angehörige hätten nichts zu seinem Verbleib sagen können. Der BMW sei sichergestellt, um möglicherweise aufgrund von DNA-Spuren festzustellen, wer zuletzt am Steuer gesessen habe.

Nach bisherigen Erkenntnissen geht die Polizei davon aus, dass der BMW mit überhöhter Geschwindigkeit aus Womelsdorf in Richtung Birkelbach-Bahnhof unterwegs war. Die Linkskurve hatte der Fahrer offenbar nicht auf dem Schirm. Auf dem Asphalt entdeckten die Ermittler lediglich Driftspuren, aber keine Bremsspuren. Dies deutet darauf hin, dass der Fahrer im letzten Moment wohl noch zu retten versuchte, was nicht mehr zu retten war. Der Wagen durchschlug mit voller Wucht das Eisengeländer auf der Brücke, das an den Füßen abgerissen und – so schilderte es die Feuerwehr – auf die andere Seite der Eder geschleudert wurde.

Der BMW blieb seitlich auf der Ufermauer liegen, wobei die Insassen riesiges Glück hatten, dass das Auto nicht ins Wasser rutschte. In dem Wagen lösten alle Airbags aus, das rechte Vorderrad und die Frontachse wurden durch die Wucht des Aufpralls abgerissen. Von beiden Teilen fehlte jegliche Spur, vermutlich wurden Rad und Achse vom Wasser ederabwärts gespült.

Vor Ort kamen rund zwei Dutzend Feuerwehrleute aus Birkelbach, Schameder Erndtebrück zum Einsatz. Die Wehrleute sicherten den BMW mit einer Seilwinde gegen ein weiteres Abrutschen ab, fingen auslaufende Betriebsstoffe ab und suchten die Umgebung nach möglichen Verletzten ab. Ein Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein war vor Ort, konnte aber Entwarnung geben: Die Verschmutzung war relativ gering. Die Polizei schätzte den Sachschaden auf rund 16 000 Euro – 12 000 Euro an dem BMW und 4000 Euro an der Brücke. Der Wagen wurde am Vormittag von einem Abschleppunternehmen geborgen. Während der Bergungsarbeiten musste die L 720 voll gesperrt werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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