Uni-Big-Band machte Dampf

 Martin Reuthner als Bandleader greift bei Konzerten der Uni-Big-Band auch selbst zu Trompete und Flügelhorn. Seine Männer in Schwarz hat der Profi gut im Griff. Zu hören war das jetzt wieder bei 19. Konzert der Band im Alten Bahnhof Deuz. Foto: zel
  • Martin Reuthner als Bandleader greift bei Konzerten der Uni-Big-Band auch selbst zu Trompete und Flügelhorn. Seine Männer in Schwarz hat der Profi gut im Griff. Zu hören war das jetzt wieder bei 19. Konzert der Band im Alten Bahnhof Deuz. Foto: zel
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zel - Man glaubt es kaum: 19-mal war die Big Band der Uni Siegen schon im Alten Bahnhof in Deuz zu Gast. Was für ein Glück, nicht nur für Heribert Lüning vom Förderverein, sondern auch für die Zuhörer, die am Mittwochabend im schönen Ambiente des Bürgerhauses im Bahnhof mal wieder was Jazziges um die Ohren geblasen bekamen.

Das Konzert bot Big-Band-Sound wie man ihn kennt und liebt von den Männern in Schwarz. Am Amerikaner Thad Jones und seinen Arrangements hat die Band, die aus Studenten und älteren Semestern (wie Schlagzeuger Ulrich Vollmer, Baritonsaxofonist Stephan Schneider oder Posaunist Heinz Jürgen Göbel) besteht, einen Narren gefressen. Erneut erklangen zahlreiche Stücke des Trompeters, Komponisten, Arrangeurs und Bandleaders (1923–1986), unter anderem seine Version des Standards „All Of Me“ und das zarte „A Child Is Born!. Nicht fehlen durfte „Us“ – so heißt nämlich die CD der Uni-Big-Band, die live im Lÿz aufgenommen wurde und an diesem Deuzer Abend, aber nur bis Mitternacht, zum absoluten Vorzugspreis zu haben war – für zum Mitgrooven zu Hause …

Martin Reuthner, seit 2010 Bandleader in Siegen, scheint dem klangstarken Ensemble richtig gutzutun. Er feuert seine Mannen an, nimmt sie zurück, freut sich mit jedem Einzelnen über ein gelungenes Solo. Nur mit dem Moderieren klappte es im Bahnhof Deuz nicht ganz so toll: Reuthner hätte wohl lieber geschrieben als geredet, die Stimme war weg. Wie gut, dass der versierte Mann aus Köln Trompete und Flügelhorn für sich sprechen lassen kann!

Swing und Blues, funky stuff und Bossa Nova – die Band kann mächtig Dampf machen (die Scheiben waren nach zweieinhalb Stunden auch ordentlich beschlagen!), aber auch Herzen erweichen (die Trompeten bei Coltranes „Naima“!). Herzlicher Applaus – und jetzt ein kühles Bier! In einem Jahr gibt’s dann richtig was zu feiern. Bestimmt sind alle Gäste zum 20. Konzert im Bahnhof Deuz wieder da. Die Musik ist es, der Zug aber ist noch lange nicht abgefahren!

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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