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Hettlage wird Bibliothek und Bindeglied
Uni kommt mit großen Schritten in die Stadt

Das Hettlage-Gebäude soll nicht nur die neue Uni-Bibliothek werden, sie soll den künftigen Hauptcampus Unteres Schloss mit der Friedrichstraße verbinden. Zudem soll es eine barrierefreie und öffentliche Verbindung zwischen dem Hauptcampus Unteres Schloss und dem Teilcampus Friedrichstraße schaffen.
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  • Das Hettlage-Gebäude soll nicht nur die neue Uni-Bibliothek werden, sie soll den künftigen Hauptcampus Unteres Schloss mit der Friedrichstraße verbinden. Zudem soll es eine barrierefreie und öffentliche Verbindung zwischen dem Hauptcampus Unteres Schloss und dem Teilcampus Friedrichstraße schaffen.
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js Siegen. Hettlage ist zwar aus der Mode gekommen – jetzt aber rückt das ehemalige Kaufhaus in zentraler Lage der Krönchenstadt, das bis heute unter dem Namen der früheren Bekleidungshauskette bekannt ist, in ein ganz neues Rampenlicht. Die Uni Siegen hat den Gebäudekomplex erworben und möchte ihn zu einem Schlüsselelement ihres Großprojekts „Uni (kommt) in die Stadt“ werden lassen. Nicht nur, dass hier künftig die Uni-Bibliothek einziehen soll – die Immobilie zwischen Kölner Straße und Friedrichstraße soll eine wichtige, öffentliche und zudem barrierefreie Verbindung zwischen Unter- und Oberstadt bieten.

js Siegen. Hettlage ist zwar aus der Mode gekommen – jetzt aber rückt das ehemalige Kaufhaus in zentraler Lage der Krönchenstadt, das bis heute unter dem Namen der früheren Bekleidungshauskette bekannt ist, in ein ganz neues Rampenlicht. Die Uni Siegen hat den Gebäudekomplex erworben und möchte ihn zu einem Schlüsselelement ihres Großprojekts „Uni (kommt) in die Stadt“ werden lassen. Nicht nur, dass hier künftig die Uni-Bibliothek einziehen soll – die Immobilie zwischen Kölner Straße und Friedrichstraße soll eine wichtige, öffentliche und zudem barrierefreie Verbindung zwischen Unter- und Oberstadt bieten.

Seit einigen Jahren schon ist die Uni Siegen darum bemüht, sich mehr und mehr von ihrer isolierten Lage auf dem Haardter Berg in Weidenau in Richtung Innenstadt zu verlegen – drei der fünf Fakultäten sollen in der City untergebracht werden. Erste Schritte sind längst getan, der Campus Unteres Schloss wurde bereits vor sechs Jahren von der Fakultät III (Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftinformatik und Wirtschaftsrecht) bezogen. Fertig sind zudem die neue Mensa am Obergraben und das Hörsaalzentrum, das auf das Karstadtgebäude aufgesattelt wurde. Mittelfristig geplant ist es, zwei weitere Teil-Campus für die Fakultäten I (Philosopohische Fakultät) und II (Bildung, Architektur und Kunst) in der City anzusiedeln – und zwar in den Bereichen Friedrichstraße bzw. Löhrtor/Häutebachweg.

Hettlage-Gebäude tragende Rolle im Konzept

Das Hettlage-Gebäude soll wegen seiner besonderen Lage eine tragende Rolle im Konzept spielen: Es befindet sich genau zwischen dem Campus Unteres Schloss und dem Teilcampus Friedrichstraße und schlägt schon jetzt eine bauliche Brücke zwischen den Ebenen. Über mehrere Etagen reicht das Gebäude von der Friedrichstraße bis zur Siegbergstraße und zur Kölner Straße am Hang der Oberstadt. „Wir sind sehr froh, dieses Gebäude als neuen Standort für die Universitätsbibliothek in der Stadt gewonnen zu haben. Es soll bei der Verbindung der Areale eine Scharnierfunktion einnehmen“, bringt es Uni-Kanzler Ulf Richter auf den Punkt. Profitieren soll davon nicht nur die Universität selbst, sondern auch Siegen – die Stadt, die ihre Universität inzwischen auf Briefköpfen und Ortsschildern trägt.

"Wichtig ist uns, dass
sich das Gebäude in das Stadtbild einpasst."

Ulf Richter
Kanzler der Uni Siegen

Die neue Bibliothek soll ein öffentlicher Ort mit hoher Aufenthaltsqualität werden – ein Bindeglied nicht nur zwischen den topografischen Niveaus, sondern auch zwischen Stadtgesellschaft und Hochschulgemeinde.

Das Hettlage-Gebäude (rosa eingefärbt) soll nicht nur die neue Uni-Bibliothek werden, sie soll den künftigen Hauptcampus Unteres Schloss mit der Friedrichstraße verbinden. Zudem soll es eine barrierefreie und öffentliche Verbindung zwischen dem Hauptcampus Unteres Schloss und dem Teilcampus Friedrichstraße schaffen.
  • Das Hettlage-Gebäude (rosa eingefärbt) soll nicht nur die neue Uni-Bibliothek werden, sie soll den künftigen Hauptcampus Unteres Schloss mit der Friedrichstraße verbinden. Zudem soll es eine barrierefreie und öffentliche Verbindung zwischen dem Hauptcampus Unteres Schloss und dem Teilcampus Friedrichstraße schaffen.
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Ob die Ziele besser mit einem Umbau des Bestandsgebäudes oder mit einem Abriss und Neubau zu erreichen sind, ist zurzeit noch offen. Eine Antwort auf diese Frage soll ein Architekturwettbewerb liefern. „Wichtig ist uns, dass sich das Gebäude in das Stadtbild einpasst“, sagt Richter. Es werde keinen 08/15-Betonblock geben. Über den Wettbewerb erhofft sich die Uni, die „besten Leute“ für dieses „äußerst anspruchsvolle Projekt“ zu finden.

Nutzer haben noch gewisse Schonfrist

Auch der genaue Zeitplan wird sich erst im Laufe des Architekturwettbewerbs aufzeigen lassen. Die jetzigen Nutzer des Wohn- und Geschäftsgebäudes, beispielsweise das Bruchwerk-Theater und eine Kaffeerösterei, haben zumindest noch eine gewisse Schonfrist. Erst 2023 müssen sie sich eine neue Bleibe suchen.

Die Stadt Siegen begrüßt die Pläne der Universität sehr. Marlene Krippendorf, Leiterin der Abteilung Stadtentwicklung, Stadtplanung und Liegenschaften, spricht von einer „tollen Funktion“ des Gebäudes in besonderer Lage. Insbesondere freut sich sich über den öffentliche Nutzen, den das Bindeglied zwischen Unter- und Oberstadt mit sich bringt. „Es wird eine interessante Herausforderung, hier ein individuell in Erscheinung tretendes Gebäude in die sensible Architektur der Kölner Straße einzubinden.“

Ehemaliges Rotationsgebäude der Siegener Zeitung gekauft

Auch für den Teilcampus auf der anderen Seite der Kuppe hat die Uni bereits wichtige Pflöcke eingeschlagen. Besiegelt ist seit einigen Wochen der Kauf des Löhrtorbads, ganz neu ist der Erwerb eines Areals am Häutebachweg: Hier hat die Vorländer Mediengruppe das ehemalige Rotationsgebäude der Siegener Zeitung und Nachbargrundstücke am Ufer der Weiß an die Hochschule verkauft.

Ganz neu mit im Spiel ist das Areal des ehemaligen Druckhauses der SZ am Häutebachweg (in der Karte türkis). Es wird in den Teilcampus Löhrtor/Hautebachweg (Fakultät II) eingebracht.
  • Ganz neu mit im Spiel ist das Areal des ehemaligen Druckhauses der SZ am Häutebachweg (in der Karte türkis). Es wird in den Teilcampus Löhrtor/Hautebachweg (Fakultät II) eingebracht.
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Einen Gesamtüberblick über den aktuellen Zwischenstand des Masterplans „Uni (kommt) in die Stadt“ wird die Universität in der kommenden Woche geben.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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