Lehre soll wieder vor Ort stattfinden
Uni Siegen kehrt zur Präsenz zurück

Im Hörsaalzentrum am Unteren Schloss könnte ab dem am 1. Oktober beginnenden Wintersemester erstmals richtig Leben einkehren. Die Uni plant derzeit die weitestgehende Rückkehr zur Präsenzlehre.
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juka Siegen. „Wir möchten im Wintersemester wieder mehr universitäres Leben ermöglichen“, betont Prof. Dr. Alexandra Nonnenmacher, Prorektorin für Bildung an der Universität Siegen. Daher plant die Hochschule für das am 1. Oktober beginnende Wintersemester die weitgehende Rückkehr zur Präsenzlehre. Oder wie die Uni es nennt: „Modernisierter Präsenzbetrieb“. Ergänzend zu den Angeboten in Präsenz sollen so auch digitale Formate weitergeführt werden, beispielsweise in Form von Blended-Learning-Formaten oder die Präsenz ergänzenden Lehrvideos, digitalen Planspielen oder Apps. Sollten es die Vorgaben des Landes NRW aber erforderlich machen, könnten auch große Vorlesungen weiter digital durchgeführt werden.

Digitale Angebote dürfen nicht festgelegt werden

Dabei müsse allerdings vermieden werden, dass Studenten in direkter Abfolge an digitaler und Präsenzlehre teilnehmen müssen. „Das heißt, digitale Angebote dürfen nicht zu einem festgelegten Zeitpunkt stattfinden“, teilt die Universität mit. Dennoch: Nach drei Semestern in Folge, die fast ausschließlich auf digitaler Ebene stattgefunden haben, wird es ab dem Wintersemester wieder ein Stück weit normaler zugehen. „Gerade für diejenigen, die seit einem oder zwei Semestern eingeschrieben sind und die die Universität und Siegen bisher nur digital kennengelernt haben, freut mich das sehr“, betont Nonnenmacher.

Präsenzlehre unabhängig von der Impfquote

Zuletzt waren Forderungen laut geworden, die Öffnungen der Universitäten in Nordrhein-Westfalen von der Impfquote der Studenten abhängig zu machen. „Es muss zu Semesterbeginn eine Durchimpfung nicht nur der Mitarbeitenden, sondern auch der Studierendenschaft von mindestens 80 Prozent erreicht sein“, hatte der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, Lambert Koch, appelliert. In Siegen will man nun aber unabhängig davon wieder deutlich mehr Präsenz ermöglichen.

Doch nicht nur für die Studenten, auch für die Mitarbeiter wird es Entlastungen geben. Aus einem Schreiben der Hochschulleitung geht hervor, dass man für die Universität als Arbeitsplatz derzeit einen Stufenplan vorsehe. Die aktuelle Regelung, dass entweder in der Universität oder im Homeoffice gearbeitet werden kann, wird demnach bis zum 31. August verlängert. Ab dem 1. September plane man dann die breite Öffnung der Universität. „Zu diesem Zeitpunkt kann man Auswirkungen von Varianten wie auch die Reiserückkehrerinzidenz abschätzen“, heißt es in dem von Rektor Holger Burckhart, Kanzler Ulf Richter, Thomas Mannel (Prorektor für Forschung) und Alexandra Nonnenmacher unterzeichneten Schreiben.

Mehr Normalität ab dem Wintersemester

Darüber hinaus sei es bis zu diesem Zeitpunkt jedem Impfwilligen möglich, sich zweier Impfungen zu unterziehen. Die Universität sei ab diesem Zeitpunkt wieder der primäre Arbeitsplatz, ab dem 1. Oktober soll die Tätigkeit vor Ort dann den Regelfall darstellen, Homeoffice könne aber im Rahmen der allgemeinen Vereinbarungen wahrgenommen werden.

„Die Entwicklung des Infektionsgeschehens und den Impffortschritt werden wir natürlich in den nächsten Wochen genau beobachten, um sicher sein zu können, dass wir weiterhin die notwendige Balance zwischen Schutz aller Universitätsangehörigen und guten Arbeits- und Lernbedingungen erhalten“, untermauert die Hochschulleitung. Auf etwas mehr Normalität werden sich die Studenten ab dem Wintersemester aber dennoch freuen dürfen.

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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